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Einbruch bei Adobe noch schlimmer als befürchtet

30.10.2013 | 06:39 Uhr |

Der Einbruch bei Adobe, bei denen Hacker Anfang Oktober rund 38 Millionen verschlüsselte Kundendaten und 2,9 Millionen Kreditkarteninformationen erbeutete, hatte wohl noch schlimmere Folgen als bisher bekannt.

Laut der Sicherheitsexperten Krebs on Security gibt es weit mehr Opfer: Auf der Website AnonNews.org sei eine 3,8 GB große Datei aufgetaucht, die mehr als 150 Millionen Anwendernamen und verschlüsselte Passworte enthielt. Die gleiche Datei sei auch auf einem anderen Server mit von Adobe gestohlenen Daten zu finden gewesen. Laut Adobe waren von der Attacke 38 Millionen aktive Anwender betroffen, weitere Nutzernamen und Passworte stammten von Testzugängen oder anderen inaktiven Accounts. Da nicht wenige Anwender die gleichen Daten auf unterschiedlichen Services verwenden, besteht aber auch für solche Nutzer Gefahr, Adobe versucht nun, die inaktiven Nutzer ausfindig zu machen und zu warnen.

Laut Hold Security ist der Diebstahl von Quellcode jedoch weit schlimmer. Adobe räumte bisher ein , Teile des Quellcodes von Photoshop seien gestohlen worden, die Sicherheitsexperten rechnen jedoch damit, dass die Hacker auch in Besitz des Quellcodes von Acrobat, Reader und Coldfusion gekommen seien. Die derartige Offenlegung von Verschlüsselungsalgorithmen und anderen Sicherheitsvorkehrungen könnte Daten von Firmen und privaten Anwendern höchster Gefahr aussetzen, warnt die Sicherheitsfirma und sieht "eine neue Generation von Malware, Trojanern und Exploits" aufziehen.

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