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Einen Schritt vorwärts (ohne zu stolpern), Teil 2

11.06.2003 | 13:01 Uhr |

Im zweiten Teil unserer Anleitung für Umsteiger von iMovie zu Final Cut Express beschäftigen wir uns mit Übergängen, Blenden und Effekten.

Um einen Übergang einzufügen, arbeitet man in Final Cut Express fast genauso wie iMovie. Man zieht den gewünschten Befehl aus einer Liste in die Zeitleiste. Diese Liste ist in Final Cut Express aber anders aufgebaut: Im Browser gibt es die Kategorie "Effekte", in der alle Übergänge in eine von fünf Gruppen eingeteilt sind. Jede Gruppe hat weitere Unterteilungen, die normale Überblendung beispielsweise findet man in "Videoübergänge > Überblendungen". Von dort zieht man sie - wie von iMovie gewohnt - mit der Maus in die Zeitleiste an die Nahtstelle zwischen zwei Videosequenzen.


In Final Cut Express arbeitet man auch bei Übergängen mit Anfangs- und Endpunkten. Bei Überblendungen nutzt das Programm die Bereiche außerhalb dieser Markierungen, um die Filmschnipsel vor beziehungsweise nach dem aktuellen Clip einzublenden. So ist sichergestellt, dass das Material zwischen Anfangs- und Endpunkt vollständig sichtbar ist und nicht von Blenden verändert wird. Das bedeutet aber auch, dass für eine Überblendung zwischen zwei Clips am Ende des ersten und am Anfang des zweiten genügend Video außerhalb der Markierungen liegen muss, um die Blende einzufügen. iMovie arbeitet bei solchen Blenden ganz anders: Es legt Teile der beide aufeinanderfolgenden Clips übereinander. Man muss deshalb in iMovie wesentlich mehr darauf achten, wie lang die Blende ist, weil man sonst wichtige Teile des Films überlagert. Außerdem verringert sich in iMovie durch eine Überblendung die Gesamtlänge des Films, was in Final Cut Express durch die fest definierten Anfangs- und Endpunkten ausgeschlossen ist.

Um die Kapitel des Films vor dem Export zu markieren (so dass sie in iDVD 3 oder DVD Studio Pro nutzbar sind), arbeitet man mit dem Befehl
Vergrößern Um die Kapitel des Films vor dem Export zu markieren (so dass sie in iDVD 3 oder DVD Studio Pro nutzbar sind), arbeitet man mit dem Befehl
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Markierung > Hinzufügen" (auf der Tastatur mit "M"). Das hier sichtbare Fenster öffnet sich, wenn man den Befehl zweimal hintereinander aufruft." hspace="10" vspace="10">Da die normale Überblendung recht häufig als Übergang eingesetzt wird, bietet Final Cut Express dafür einen einfachen Weg. Zuerst lässt man den Film ablaufen und stoppt an der Stelle, an der man einen weiteren Clip einfügen will. Zieht man jetzt einen Clip aus dem Browser direkt in das Fenster Canvas, wird dort ein Menü mit mehreren Befehlen sichtbar. Zieht man den Clip auf den Befehl "Einfügen mit Übergang", teilt Final Cut Express den Film in der Zeitleiste in zwei Teile und fügt den neuen Clip mit einer normalen Überblendung ein.


Die Feinjustage einer Überblendung - Durch die Anfangs- und Endpunkte hat man in Final Cut Express deutlich mehr Kontrolle über den Ablauf eines Übergangs als in iMovie. Bei der normalen Überblendung zum Beispiel kann man in iMovie nur die Länge verändern (wenn man in der Zeitleiste die Überblendung auswählt und rechts den Regler "Dauer" verschiebt). In Final Cut Express kann man die einzelnen Parameter des Übergangs bearbeiten, wenn man mit der Maus in der Zeitleiste zweimal auf den Übergang klickt. Im Fenster "Viewer" sieht man dann oben den Clip vor der Überblendung und darunter den Clip danach. Um die Dauer des Übergangs zu ändern, zieht man mit der Maus dessen rechten oder linken Rand in Viewer zur Seite. Mit den drei Knöpfen oben im Fenster setzt man Anfang oder Ende des Übergangs ganz an den Rand zwischen den Anfangs- und Endpunkten der beiden Clips ("Beginn auf Schnittmarke" oder "Ende auf Schnittmarke") oder wieder zurück in die Mitte zwischen diesen beiden Punkten. Bei anderen Übergängen hat man noch deutlich mehr Einstellmöglichkeiten; bei der Iris-Blende zum Beispiel finden sich Regler für Seitenverhältnis und Mittelpunkt der Iris sowie für deren Randfarbe

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