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Einladung an alle Mac-Entwickler

22.05.2006 | 13:30 Uhr |

Einige Monate vor der alljährlichen Entwicklerkonferenz WWDC schickt Apple die Verantwortlichen aus, um Werbung zu machen für den 1300 US-Dollar teueren Besuch der Konferenz. In diesem Jahr sprach Ron Okamoto, Apple Vice President Developer Relations, mit der Redaktion Macwelt über die WWDC 2006.

wwdc 2005
Vergrößern wwdc 2005

Okamoto: Guten Abend. Apple hat ein aufregendes Jahr hinter sich gebracht und auf der WWDC 2006 werden wir weitere Informationen veröffentlichen. Die Konferenz findet in San Franzisko im Moscone Center West statt und dauert vom 7. bis 11. August. Die wichtigste Attraktion wird Leopard sein, eine Vorabversion von Mac-OS X 10.5, die wir zum ersten Mal unseren Entwicklern zeigen. Außerdem konzentrieren wir uns auf den Wechsel auf die Macs mit Intel-Prozessor. Im wesentlichen wird diese WWDC aber die selben Schwerpunkte haben wie die vorigen: Eine große Zahl von Apple-Ingenieuren steht den Konferenzteilnehmern für Fragen und praktische Hilfen zur Verfügung - das Programm besteht aus Selbstmach-Kursen (Labs und Hands-on-Sessions) und Vorlesungen. Auf der Internet-Seite zur WWDC steht bereits die Beschreibung von 84 Vorlesungen und 16 Labs; insgesamt werden es mehr als 130 Veranstaltungen werden.

Zwei Beispiele aus dem Kreis unserer Entwickler:

Marware hat bisher nur Hardware rund um den iPod produziert. Doch zu Beginn dieses Jahres hat die Firma eine Projektplanungssoftware ("Project X") gezeigt und damit sofort einen Preis gewonnen.

Oder Garmin, ein Hersteller von GPS-Empfänger, der Anfang dieses Jahres zugesagt hat, innerhalb eines Jahres alle Software zu diesen Geräten auch für Mac-OS X anzubieten.

Macwelt: Klingt beeindruckend. Aber weshalb sollte ein Entwickler speziell aus Deutschland Tausende von Euro in die Reise nach San Franzisko investieren?

Okamoto: Auf der WWDC hat man direkten Zugang zu den Apple-Ingenieuren. Im persönlichen Kontakt lassen sich viele Probleme schneller lösen als mit jeder anderen Methode.

Macwelt: Was heißt schneller?

Okamoto: Jedes Jahr sagen mehrere Teilnehmer, dass diese eine Woche ihnen die Arbeit mehrerer Monate erspart hat.

Macwelt: Sie fragen jedes Jahr am Ende der Konferenz, wie zufrieden die Teilnehmer sind. Sind die Antworten wirklich so positiv?

Okamoto: Wir veröffentlichen das Ergebnis dieser Umfrage nicht. Aber zusammenfassend kann man sagen, dass die Teilnehmer besonders die Selbstmach-Kurse sehr schätzen und sich höchstens über die Qualität des Kaffees oder des Mittagessens beschweren. Ganz generell hören wir, dass die Entwickler noch mehr von allem wollen.

Macwelt: Fragen wir doch mal andersrum: Ist Apple mit der Zahl der Voranmeldungen für die WWDC 2006 zufrieden?

Okamoto: Ja. Uns gefällt nicht nur die Zahl, wobei von Jahr zu Jahr mehr Entwickler aus Europa kommen, sondern auch die Zahl weiterer Nationen, die an der WWDC teilnehmen. Wir registrieren in diesem Jahr mehr Teilnehmer aus Indien und China.

Macwelt: Vielen Dank für dieses Gespräch.

Info: http://developer.apple.com/wwdc/

(Aus eigener Erfahrung können wir hinzufügen, dass die Eintrittskarte für die Entwicklerkonferenz günstiger zu haben ist, wenn sich fünf Personen zusammenfinden: Apple bietet das Fünfer-Ticket zum Preis von vier einzelnen Karten an.)

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