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Microsoft droht Verkaufsverbot für Word

13.08.2009 | 07:25 Uhr |

Microsoft hat vor einem texanischen Gericht eine empfindliche Niederlage in einem Patentstreit erlitten. Das Gericht hat ein Verkaufsverbot verhängt.

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In einem Patentprozess gegen Microsoft hat das Gericht des Bezirks von Ost-Texas eine Verfügung gegen Microsoft erlassen, berichtet die Zeitung Seattle Post-Intelligencer . Demnach droht dem Konzern ein Verkaufsverbot für sein populäres Textverarbeitungsprogramm Word, das nach Ansicht der Jury Patente des Herstellers i4i verletzt, die das Öffnen von XML-Dateien in Word beschreiben. Microsoft hatte sich im Prozess auf den Standpunkt gestellt, das i4i-Patent sei ungültig und werde daher nicht verletzt. Das Gericht in Ost-Texas, das für seine Entscheidungsfreudigkeit zugunsten der Kläger in Patentprozessen berühmt ist, verfügte zudem eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 290 Millionen US-Dollar. Microsoft habe nun 60 Tage Zeit, den Anordnungen des Gerichtes zu folgen. Ein Vergleich mit i4i, der den Verkaufsstopp abwenden würde, ist jedoch sehr wahrscheinlich. I4i verkauft Software, die den Umgang mit XML-Dateien in Word erleichtert und dürfte kaum Interesse daran haben, dass Microsoft kein Word mehr verkauft.

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