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Einzelhandel muss keine Umsatzeinbußen durch Internet befürchten

05.12.2000 | 00:00 Uhr |

Der klassische Handel muss nach Auffassung von
Marktforschern in der Weihnachtszeit kaum Umsatzeinbußen durch das
Internet befürchten. Rund 15 Milliarden Mark werden Kunden europaweit
für Waren in den Geschäften ausgeben, über die sie sich vorher im
Internet informiert haben, schätzt das Forschungsunternehmen Jupiter
Research in einer am Dienstag in Nürnberg veröffentlichten Studie.
Danach werde der Internet-Handel im Vergleich dazu nur 3,4 Milliarden
Mark umsetzen.

Von den 80 Millionen Surfern in Europa wollen Jupiter zufolge im
November und Dezember 25 Prozent im Internet einkaufen, aber 36
Prozent das Internet nur als Informationsquelle nutzen. Viele User
würden erkennen, dass Waren im Internet nicht grundsätzlich günstiger
sind als im normalen Geschäft. Außerdem sorgten die beschränkten
Rückgaberechte und Sicherheitsbedenken beim Bezahlen noch für
Zurückhaltung.

Deutsche und britische Internet-Käufer werden dabei das meiste
Geld im Internet lassen: Jupiter schätzt die Ausgaben für Deutschland
auf rund 950 Millionen Mark, für Großbritannien auf mehr als 1,1
Milliarden Mark. Besonders gut verkauften sich nach wie vor Musik und
Spielwaren. dpa

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