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Eisner unter Druck

26.02.2004 | 12:21 Uhr |

Mit dem Ende der Kooperation von Disney und Pixar könnte auch bald das Ende von Michael Eisner als CEO des Unterhaltungskonzerns kommen.

Im Vorfeld der Aktionärsversammlung am 3. März, bei der die Neuwahlen für Disneys Aufsichtsrat anstehen, hat ein Großaktionär angekündigt, nicht für Eisner zu stimmen. Der Renten-Fonds CalPERS, der die Pensionskasse Angestellter des öffentlichen Dienstes in Kalifornien verwaltet und 9,9 Millionen Disney-Aktien besitzt, begründet die Entziehung der Unterstützung für Eisner, mit der "trübseligen" Leistung des Konzerns in den letzten fünf Jahren.
Auch andere Aktionäre sollten sich genau überlegen, wen sie in den Aufsichtsrat wählen, empfiehlt die Beratungsfirma Glass Lewis. Das bisherige Gremium sei engstirnig gewesen, leichtgläubig und kritiklos loyal zu Eisner, dem Steve Jobs nach dem Scheitern der Verhandlungen mit Pixar vorgeworfen habe, er könne nicht mit Kreativen umgehen. Schon vor zwei Wochen hatte der Independent Shareholder Service eine Wahlempfehlung gegen Eisner ausgesprochen. Der Ende letzten Jahres aus dem Disney-Aufsichtsrat ausgeschiedene Gründer-Neffe Roy Disney fordert den Rücktritt Eisners vom CEO-Posten und hat vor kurzem Steve Jobs als möglichen Nachfolger ins Gespräch gebracht.

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