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El Capitan: OS X Server wird zur Private Cloud

17.06.2015 | 11:10 Uhr |

OS X und iOS versprechen noch enger zusammen zu wachsen, und mehr Schnittstellen für Entwickler und Funktionen für Benutzer zu teilen. Eine bemerkenswerte Neuerung ist auch in der OS X Server Beta (Version 5.0) enthalten.

Laut der Release Notes ist es mit iOS 9 Beta 1 und OS X 10.11 jetzt möglich, direkt Dateien auf den eigenen OS X Server zu speichern. Seit der Zusammenarbeit mit IBM ist diese Funktion sicherlich spannend für Arbeitsgruppen und kleinere Unternehmen, die OS X Server im Einsatz haben.

Da der Mac Mini bekanntlich nicht die teuerste Apple-Rechner ist, aber auch als Server taugt, lässt sich mit seiner Hilfe kostengünstig eine eigene private Cloud einrichten. Zu beachten ist hierbei immer, dass der private Internet-Anschluss das natürliche Limit in Sachen Geschwindigkeit setzt. Bei einer geringen Upload-Geschwindigkeit hält sich der Spaß mit dem Datei-Server in Grenzen. Dennoch eröffnen sich mit iOS 9 und OS X 10.11 El Capitan neue Möglichkeiten - interessant auch für kleine und mittlere Unternehmen.

Wie iOS 9 und OS X 10.11 El Capitan zusammenarbeiten

Was in der Beta von iOS 9 auffällt: Neben den bisher bekannten Möglichkeiten, Dateien zu diversen Diensten wie Dropbox, Google Drive und Co zu exportieren, bietet das mobile System auch die Option“OS X Server” für die Weitergabe von Dateien an. Apple beschreibt die Funktion so:

File Sharing: OS 9 Beta 1 users can now easily access and store documents on OS X Server 5.0 Beta 1. Once a share point is created, it can be shared to iOS devices, and made available via apps that support Document Provider API. This allows users to open, edit and save documents from both iOS 9 Beta 1 and OS X v10.11 Developer Beta 1. iOS 9 Beta users can discover and connect to OS X Server 5.0 Beta 1 using Bonjour, a configuration profile or by manual entering a server’s address.

Nutzer müssen also zuerst einen sogenannten Share Point erstellen. Dieser kann anschließend für iOS und OS X Geräte frei gegeben werden. iPhones, iPads und mobile Macs können sich anschließend via Bonjour zum eigenen Server verbinden.

Der Haken an der Sache: Erst mal nur intern

Apples Dienst Bonjour ist dafür zuständig, ein lokales Netzwerk zwischen Geräten aufzubauen. Das heißt im Umkehrschluss: Auf den eigenen OS X Server kann von außerhalb der eigenen vier Wände nicht zugegriffen werden. Wie bereits beschrieben: Unternehmen profitieren sicherlich von der neuen Funktion. Vielleicht öffnet Apple die Schnittstelle in späteren Versionen, sodass auch von außerhalb des eigenen Netzwerks darauf zugegriffen werden kann.

Private Cloud im Eigenbau

Schon jetzt ist OS X Server dazu geeignet, eine private Cloud bereit zu stellen, mit iOS 9 und OS X 10.11 El Capitan könnte das jedoch etwas einfacher werden. Was man mit einer privaten Cloud alles anfangen kann und wie man auch ältere Systeme damit versorgt, lesen Sie in diesen Ratgebern:

Folge 1: Private Cloud im Eigenbau – Server installieren

Folge 2: Private Cloud im Eigenbau – Kalender syncen

Folge 3: Private Cloud im Eigenbau – Kontakte abgleichen

Folge 4: Private Cloud im Eigenbau – Erinnerungen

Folge 5: Private Cloud im Eigenbau – Server aus dem Internet erreichbar machen

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