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Apple holt kräftig auf, aber Microsoft bleibt vorne

15.02.2012 | 06:43 Uhr |

Die Erfolge von Apple im Firmenmarkt sind so groß, dass sich mancher schon auf das Ende der Microsoft-Dominanz freut. So schnell wird das aber sicher nicht passieren, wie ein neuer Forrester-Report zeigt.

Bedingt durch den Erfolg von iPhone und iPad wird Apple viel stärker in Unternehmen Fuß fassen, als viele sich das vorstellen können, frohlockt Forrester-Analyst Frank E. Gillet in einem Report. Grund für diese Einschätzung liefert ihm eine Umfrage unter 10.000 Informationsspezialisten, nach der bereits 21 Prozent Apple-Produkte für die Arbeit nutzen.

Der Erfolg von Apple-Smartphones und Tablets ist bekanntlich umso erstaunlicher, als dass der Konzern aus Cupertino seine Geräte konsequent als Consumer-Produkte bezeichnet. Entsprechend unterstützt Apple Unternehmen nur sehr unzureichend beim Roll-out oder beim Support der Geräte im Firmeneinsatz.

Weltweit nutzt dessen ungeachtet einer von fünf Informationsspezialisten mindestens ein Apple-Produkt bei der Arbeit - gerne auch ein privat erworbenes. Das iPhone ist bei elf Prozent im Einsatz, neun Prozent nutzen das iPad , acht Prozent Mac-Rechner. Sechs Prozent haben mehr als eins dieser Geräte in Gebrauch. (Hier gibt es in dem Forrester-Report eine Inkonsistenz in den Zahlenwerten, die auch durch intensives Nachlesen nicht aufgelöst werden konnte.)

Die Nutzer von Apple-Produkten sind der Forrester-Umfrage zufolge in vielen Punkten überdurchschnittlich: in der Firmenhierarchie stehen sie relativ weit oben, sie sind jünger und sie werden besser bezahlt. Und man findet sie signifikant häufiger in Branchen, die sich besser entwickeln als andere.

Fast 50 Prozent der von Forrester befragten Unternehmen liefern mittlerweile Apple-Equipment an ihre Mitarbeiter aus - eine Steigerung von 50 Prozent in zwei Jahren. In Firmen, die mit Apple-Rechnern arbeiten, laufen sieben Prozent aller PCs mit Mac OS-X. Allerdings leisten nur 30 Prozent der Unternehmen offiziell Support für Macs, der Rest duldet diese Plattformen offenbar, ohne sie formal zu unterstützen.

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