981843

Elektroindustrie kritisiert Klimapolitik der Bundesregierung

03.12.2007 | 13:30 Uhr |

Die deutsche Elektroindustrie hat die Klimapolitik der Bundesregierung kritisiert. Es müsse mehr finanzielle Anreize für die Käufer von energiesparenden Geräte geben, fordert der Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI).

Friedhelm Loh
Vergrößern Friedhelm Loh
© ZVEI

„Wir können nicht immer vorneweg rennen, und die anderen stoßen aus, was wir einsparen“, sagte der Präsident des ZVEI Friedhelm Loh in einem Interview mit dem Magazin Focus. „Die deutsche Volkswirtschaft erkauft den Klimaschutz sehr teuer, wenn sie nicht dadurch mit neuen Technologien neue Märkte schafft."

Die Branche sei mit dem Vorgehen der Bundesregierung unzufrieden. Die Umsetzung der Klimaziele brauche mehr Zeit als geplant, während die Regierungskoalition die Einwände der Industrie ignorie, sagte Loh. Der ZVEI fordert mehr finanzielle Anreize für Verbraucher, die energiesparende Geräte kaufen. „ Der private Kunde kauft nicht die effizientesten Geräte, sondern oft die billigsten. Also muss ich ihm Anreize geben, die Spitzentechnologie zu kaufen“, sagte der ZVEI-Präsident.

Er forderte Wirschaftsminister Michael Glos (CSU) auf, nach dem Vorschlag seines Verbandes moderne Stromzähler einzuführen. „Schon eine genaue monatliche Stromrechnung für jeden Haushalt würde Investitionen in energiesparende Elektrogeräte und mehr Wettbewerb im Strommarkt bringen“, so Loh.

0 Kommentare zu diesem Artikel
981843