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Eliot Spitzer nimmt Sony BMG wegen Rootkit-DRM ins Visier

01.12.2005 | 09:32 Uhr |

Eine Woche, nachdem bereits der texanische Generalstaatsanwalt Greg Abbott eine Klage gegen das Musik-Label angestrengt hat, wird sein prominenter Kollege aus Big Apple aktiv.

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Nach Angaben seines Pressesprechers beobachtet der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer den Skandal um die mit XCP-Kopierschutz versehenen Sony-CDs (siehe auch: "Sony setzt sich mit Rootkit-DRM in die Nesseln" ) bereits seit einigen Wochen. Erst vor kurzem habe Spitzer in diesem Zusammenhang verdeckte Ermittler ausgesandt. Diese sollten überprüfen, ob Sony - wie versprochen - alle mit XCP geschützten Musik-CDs aus den Händlerregalen entfernen ließ. Ob rechtliche Schritte gegen Sony geplant sind, ließ der Sprecher offen.

Sony BMG hat einige neue CDs mit einem Kopierschutz ausgeliefert, der sich über ein so genanntes Rootkit tief im Windows-Betriebssystem verankert und damit Hackern Tür und Tor öffnet. Erst nach heftigen Protesten reagierte das Label und der Hersteller des Programms First 4 Internet, indem sie ein Patch für die betroffenen Rechner bereitstellten. Gleichzeitig kündigte das Sony BMG an, er werde die CDs aus dem Handel nehmen und bereits verkaufte Exemplare kostenlos umtauschen. (mb)

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