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Eltern von Missbrauchsopfern verklagen Myspace

19.01.2007 | 10:41 Uhr |

Die Eltern von insgesamt fünf Kindern, die Opfer eines sexuellen Missbrauches wurden, haben die Seite Myspace verklagt. Die Kinder, so die Anklage, hätten die späteren Täter auf der Community-Seite kennengelernt.

In einem Fall überredete ein erwachsener Straftäter ein 15-jähriges Mädchen zu einem Treffen. Der Mann betäubte die Jugendliche und vergewaltigte sie, berichtet der Houston Chronicle . Der Anwalt Jason Itkin vertritt die Eltern des Mädchens sowie die Eltern von vier weiteren Kindern, die Opfer eines Missbrauchs wurden.

Itkin sagte, er erhoffe sich neben einer Entschädigung für die Familien neue Sicherheitsvorkehrungen für die Online-Seite. Die Mediengruppe News Corp. als Betreiber müsse den Eltern Kontrollmöglichkeiten geben. Die Anklageschrift nennt keinen genauen Geldbetrag als Entschädigung. Gefragt nach der Höhe der Entschädigungssumme sagte Itkin, die Familien würden "mehrere Millionen Dollar" verlangen.

Myspace hat als Reaktion auf die Anklage bereits eine Kontroll-Software für Eltern angekündigt ( Macwelt berichtete ). Es ist aber fraglich, ob News Corp. damit die Kritiker beschwichtigen kann. Sollte die Klage Erfolg haben, müsste das Unternehmen nach Einschätzung von Experten mit einer Flut von Folgeklagen rechnen.

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