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Empfehlungen für das Update auf Mac-OS X 10.5.2

12.02.2008 | 17:36 Uhr |

Ein riesiges Update von Apple - Mac-OS X 10.5.2 behebt eine lange Liste von Fehlern. Unsere Empfehlung für ein reibungsloses Update.

Nützliche Updates von Apple und Konsorten
Vergrößern Nützliche Updates von Apple und Konsorten

Mac-OS X 10.5.2 hat Tücken. Deshalb hier die wichtigsten Empfehlungen, die sich beim Test in unserer Redaktion gezeigt haben:

Backup Das Update auf Version 10.5.2 verändert viele Dateien und einen Teil der von Apple mitgelieferten Programme. Deshalb ist die wichtigste Empfehlung VOR dem Update ein vollständiges Backup mit Timemachine oder einer anderen Backupsoftware anzulegen. Stellen Sie sicher, dass die Sicherungskopie vollständig und spielen Sie probehalber eine Datei von der Sicherung zurück auf die Festplatte.

Wer Time Machine benutzt, sollte nach dem Backup noch kurz prüfen, ob die DVD mit Mac-OS X 10.5 greifbar ist. Wenn das Update scheitert und der Rechner sich danach nicht mehr starten lässt, ist diese DVD die beste Hilfe - einlegen, Rechner neu starten, Taste „C“ drücken und halten, bis der Mac das Betriebssystem von DVD liest. Nach der Rückfrage zur Standardsprache kann man dann das über den Menübefehl „Dienstprogramme“ zum Beispiel die interne Festplatte prüfen oder das Time-Machine-Backup zurück kopieren.

Etwas Zeit Auf mehreren Rechnern braucht das Update an mehreren Stellen viel Zeit; unter anderem bei der eigentlichen Installation, die auf einem aktuellen Macbook Pro fast 20 Minuten in Anspruch nimmt. Außerdem beim ersten Neustart sowie bis zum automatisch folgenden zweiten Neustart. Danach müssen wir nach der Anmeldung noch einmal gut 15 Minuten warten, bis sich Finder und Schreibtisch zeigen.

Die schon bekannten Fehler

Die kostenlose Software Linotype Font Explorer ist in allen Versionen vor 1.2.3 NICHT kompatibel mit Mac-OS 10.5.2. Sie verursacht enorme Verzögerungen, wenn der Rechner überhaupt startet. In vielen Fällen lässt sich der Mac mit Font Explorer 1.2.2 (oder älter) gar nicht mehr starten.

Deshalb muss VOR der Installation von Mac-OS X 10.5.2 ein Update auf Version 1.2.3 von Font Explorer erfolgen, die Software erhält man im Internet auf den Seiten des Herstellers Linotype ( www.linotype.com/fontexplorerX ).

Im Test bei uns zeigt sich außerdem ein Fehler in einem Skript, das vor der Installation von Mac-OS X 10.5.2 automatisch läuft: Existiert auf der Festplatte eine ältere Version des Betriebssystems im Ordner „Previous Systems“, versucht das Skript dort eine neue Version des Programms Dashboard“ zu installieren. Das verhindert allerdings ein anderer Prüfmechanismus während des Updates und man erhält die lapidare Fehlermeldung, dass das Update auf 10.5.2 wegen eines unbekannten Fehlers nicht installiert werden konnte. Die Lösung ist in diesem Fall einfach. Man startet den Mac neu und löscht im Ordner „Previous Systems/[datum]/Programme“ das Programm Dashboard. Oder - wenn ein Backup vorhanden ist - man löscht gleich den ganzen Ordner „Previous Systems“, der in der Regel beim Update von Mac-OS X 10.4 auf Version 10.5 entstanden ist. Nach einem weiteren Neustart sollte die Installation von Mac-OS X 10.5.2 dann möglich sein.

Wer das Update vollständig über die Bühne bringt, scheitert manchmal danach daran, dass Mac-OS X das Programm Einrichtungsassistent startet, das eigentlich nur für die Ersteinrichtung des Macs verantwortlich ist. Es fragt nach den wichtigsten Parametern wie Tastaturvariante, Systemsprache, Zeitzone etc. Wenn dieser Assistent nach dem Update auf Version 10.5.2 immer wieder neu startet, hilft nur ein Neustart im abgesicherten Modus: Dazu hält man sofort nach dem Startton die Hochstelltaste gedrückt und wartet, bis Mac-OS X den Hinweis auf den „Sicheren Systemstart“ einblendet. Sobald das Fenster für die Anmeldung sichtbar ist, startet man den Mac mit einem Klick auf die Taste „Neustart“ neu - danach sollte das Problem behoben sein (vergleiche Knowledge Base Dokument: 306998-de ).

Auf bestimmten Macs fehlt nach der Installation von Mac-OS X 10.5.2 die Option, um den Menüleiste nicht-transparent zu schalten (in Systemeinstellungen > Schreibtisch & Bildschirmschoner“, Ankreuzfeld „Transparente Menüleiste“). Bei unseren Tests zeigt sich der Fehler nicht. Wir vermuten aber, dass der Fehler nur bei bestimmten Kombinationen aus Prozessor und Grafikkarte auftritt.

Nur wenn das Update scheitert und der Mac auch nach längerer Wartezeit nicht Finder beziehungsweise Schreibtisch, sollte man den Rechner neu von der Betriebssystem-DVD starten (Taste „C“ nach dem Startton gedrückt halten) und dann wie eingangs beschrieben zum letzten Backup von Time Machine zurück kehren.

Wenn der Mac nach dem Update noch startet, aber Fehler zeigt, sollte man das Update-Protokoll prüfen: Dienstprogramm Konsole starten, Befehl „Ablage > Schnell öffnen > PROTOKOLLDATENBANKSUCHEN > Alle Meldungen“ und dann mit dem Befehl „Bearbeiten > Suchen > Filter“ (oder Befehl-Wahltaste-F) nach dem Wort „Update“ suchen. Die Meldungen in der Konsole werden zeitlich aufsteigend sortiert...

Update für die Grafikkarte nicht vergessen

Klappt die Installation von Mac-OS X 10.5.2 sollte man die Software-Aktualisierung noch einmal laufen lassen. Erst nach dem Update zeigt die Aktualisierung das Update für die Grafikkartentreiber an. Wer es direkt installieren will, kann dieses Treiberpaket von Apples Internetseiten laden ( Link direkt zum Download des Graphc Update für Leopard ). Diese Aktualisierung braucht - unabhängig vom gewählten Installationsweg - einen weiteren Neustart, aber danach sollte der Mac dann einwandfrei funktionieren.

Weitere noch unbestätige Meldungen

In unseren Tests funktionieren die gängigen Programme wie Mail, Safari, aber auch Schwergewichte wie Parallels Desktop 3, Quark Xpress 7.3.1 und Adobe Photoshop CS 3 nach dem Update einwandfrei. Uns liegen allerdings Berichte vor, dass mehrere Programme aus Adobes Paket Creative Suite 3 nicht mehr funktionieren - bestätigen lässt sich das auf keinem unserer Test-Macs.

Wir prüfen außerdem Berichte über Abstürze von Mail, iCal und Safari - nichts davon lässt sich derzeit auf mehreren Macs hier (von Mac Mini G4 über iMac G5 bis zu Mac Pro Intel und Macbook Pro) reproduzieren.

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