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Apple beerdigt ZFS-Dateisystem

26.10.2009 | 10:53 Uhr |

Apple hat die Entwicklung des neuen Dateisystems ZFS eingestellt. Ursprünglich wurde das neue System für 10.5 Leopard oder 10.6 Snow Leopard erwartet.

Apple zeigt eine Übersicht von Snow Leopard
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© Walter Mehl

Apple verwirft alle Pläne, das neue Dateisystem ZFS in Mac-OS X zu integrieren. Mit einem kurzen Statement auf Apples Open-Source-Seite "Macosforge" erklärt Apple das Projekt für geschlossen. Damit bleibt das aktuelle HFS+ weiterhin das wichtigste Dateisystem für Apple-Rechner. ZFS stammt von Sun und ist ein offenes und freies Dateisystem. Der Vorteil von ZFS sind die 128 Bit großen Verweise. Diese erlauben es, riesige Dateien bis zu 16 Exabyte Größe zu verwalten.

Ein Exabyte entspricht einer Trillion Bytes oder einer Milliarde Gigabyte. HFS+ kann Dateien bis zu einer Größe von 8 Exabyte verwalten. Zudem kann ZFS sehr gut mit mehreren Laufwerken und Partitionen umgehen, es enthält bereits eine Art RAID-Controller. Jeff Bonwick von Sun hatte im Juni 2008 angekündigt, das ZFS in Mac-OS 10.6 Snow Leopard implementiert werde. Dies ist jedoch nicht geschehen. Möglicherweise gab es Streitigkeiten über die Open-Source-Lizenzen des Dateisystems.

Mit einer knappen Ankündigung beendet Apple das ZFS-Projekt.
Vergrößern Mit einer knappen Ankündigung beendet Apple das ZFS-Projekt.

Ein Dateisystem entspricht einem Archivsystem aller Dateien auf einem Computer. Es verwaltet Dateinamen, Speicherort, sowie Metadaten wie Speicher- und Änderungsdaten oder Zugriffsrechte. Veraltete Dateisysteme können sich für den Nutzer nachteilig auswirken. So unterstützt das noch heute gebräuchliche FAT32-Dateisystem von Windows 98 bis XP nur Dateigrößen bis 4 Gigabyte und das gesamte Dateisystem darf nicht größer sein als 8 Terabyte – Werte die heute leicht überschritten werden.

Info: Macosforge.org

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