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Entlassungen bei Adobe wegen Ausbau des Internet-Geschäftes

04.06.1999 | 00:00 Uhr |

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres hat Adobe Entlassungen angekündigt. Bis Ende des Jahres will sich das Unternehmen von weiteren 250 Mitarbeitern trennen. Betroffen sind davon vor allem das European Headquarter in Edinburgh, Schottland, das bis Ende des Jahres geschlossen wird, und die Entwicklungsabteilung in San Jose, die bisher hauptsächlich an neuen und besseren Drucktechnologien arbeitet. Hier werden etwa 100 Leute ihre Anstellung verlieren.

Um Spekulationen über mögliche finanzielle Probleme gleich im Keim zu ersticken, gab Bruce Chizen, verantwortlicher Vizepräsident für Produkte weltweit, gleichzeitig bekannt, daß Adobe das zweite Geschäftsjahresquartal mit einem Umsatz von 246 Millionen US-Dollar besser als erwartet beendet hat. Die genauen Zahlen werden noch diese Woche bekanntgegeben.

Die Umstrukturierungen seien nötig, da Adobe künftig mehr Gewicht auf das Internet-Geschäft legen möchte. Offensichtlich hat die Geschäftsleitung Pläne, die eigene Website zu einem Portal für Internet-Grafik-Services zu machen.

So will Adobe seine Software künftig in speziellen Internet-Versionen anbieten, was sich vor allem für Gelegenheitsanwender lohnen soll. Außerdem hofft man, die Website als Handelsplatz für Web-Design, Schriften, Clipart und vieles mehr etablieren zu können.

All dies soll mit den 25 bis 30 Millionen Dollar finanziert werden, die das Unternehmen durch seine zweite Entlassungsrunde einsparen will. Der ersten im August vergangenen Jahres waren ja auch diverse Führungsmitglieder zum Opfer gefallen.

Die Niederlassungen in München, London, Paris und Stockholm werden weitergeführt, da die dort beschäftigten Mitarbeiter überwiegend mit Verkauf und Support beschäftigt sind. mbi

Adobe, Internet: www.adobe.com

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