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Entwickler-Switch: Von Windows 95 zum iPhone

21.07.2008 | 12:44 Uhr |

Satoshi Nakajima ist ein Switcher. Der Japaner ist aber kein Überläufer wie jeder andere: Bevor er sich mit seiner Softwareschmiede Big Canvas selbständig machte und für das iPhone entwickelte, arbeitete Nakajima viele Jahre bei Microsoft - unter anderem an Produkten wie Windows 95, Windows 98 und dem Internet Explorer in den Versionen 3.0 und 4.0. Heute ist Nakajima großer Mac-Freund und plauderte mit cult of mac über seinen Wechsel zum Mac und die Vorzüge der iPhone-Softwareentwicklung.

Schon in seiner Microsoft-Zeit habe er sich mit dem Mac befasst , damals aber aus rein professionellen Gründen: Microsoft habe die Entwicklungen bei Apple als einen seiner Konkurrenten beobachtet. Nach seinem Weggang aus Redmond wollte der Entwickler verstehen, was viele Leute am Mac so begeistere. Mittlerweile habe er das "emotionale Hoch", das Apple vermittle, verstanden, letztlich habe ihn das "Look and Feel" des Macs überzeugt. Die Entscheidung für die iPhone-Softwareentwicklung sei ihm ebenfalls leicht gefallen. Während Microsoft mit Windows Mobile einfach eine abgespeckte Version seines Betriebssystems entwickelt habe, habe sich Apple auf ein einzelnes Produkt konzentriert und sein Betriebssystem entsprechend optimieren können. Dementsprechend sei auch die Programmierschnittstelle (API) des iPhone-Entwicklungskits (SDK) ausgefallen, dank der Entwickler mehr Zeit mit der Energie- und Speichereffizienz und vor allem der Benutzeroberfläche verbringen könnten. Während Mobilsoftware-Entwickler sich sonst auf einen sehr fragmentierten Markt und einen entsprechenden Aufwand und Kosten einlassen müssen, sei beim iPhone der Vertrieb sehr einfach. Deshalb ärgert sich Nakajima auch nicht über die 30 Prozent des Umsatzes, den Apple für den Verkauf von Software im iTunes-App Store verlangt.

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