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Entwickler fordern mehr Transparenz vom App Store

08.08.2008 | 13:10 Uhr |

Mal war es da, dann wieder nicht, dann wieder schon, dann wieder nicht: Die Software Netshare, die das iPhone zum UMTS-Modem macht, hat Apple aus nicht erklärten Gründen wieder aus dem App Store entfernt.

Ebenfalls nicht mehr erhältlch ist das 1.000 US-Dollar teure Programm "I am Rich", das nichts weiter als ein Bild eines Diamanten auf dem iPhone-Bildschirm anzeigt und keinerlei Funktionen hat. Wie es die Software überhaupt kurzfristig in das Angebot geschafft hat, bleibt ein Rätsel. Entwickler fordern daher vom App Store mehr transparenz und Kommunikation. Zwar hatte Steve Jobs bei der Vorstellung des App Store angekündigt, Apple werde bestimmte Programme nicht zulassen und dabei konkret Pornographie oder illegale Software ausgeschlossen, jedoch auch nebulös von "unvorhersehbaren" Fällen gesprochen. John Casasanta, Chef des Softwareentwicklers Tap Tap Tap beklagt die schlechte Kommunikation mit den Verantwortlichen des App Store. Außer dem Developer Technical Support (DTS) habe man keinerlei Kontakte zu Apple, der App Store erscheine wie eine Geheimabteilung des Mac-Herstellers. Fragen der Entwickler seien unbeantwortet geblieben, der Prozess der Freigabe für ein Programm bleibt hinter den Vorhängen Apples. Entwickler fordern daher klare und konsistente Richtlinien und eine offene Kommunikation mit Apple.

Auch an der Verschwiegenheitsvereinbarung (Non Disclosure Agreement, NDA) gibt es Kritik. Casasanta meint, der NDA für das iPhone SDK behindere die Entwicklung, Apple müsse die Strengen Regeln lockern. Entwickler sollten sich über Funktionen der finalen Fassung von iPhone OS und SDK austauschen dürfen, Apple solle allenfalls neue Funktionen, die noch in Entwicklung sind, unter Verschluss halten.

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