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Entwickler konzentrieren sich auf X

03.12.2004 | 11:28 Uhr |

Die Software-Entwickler in den USA wollen umstellen: Mac-OS 9 wird bei der Programmierung nicht mehr berücksichtigt.

Herstelller wie Bare Bones oder Quark haben den Schritt bereits getan.
Es bedeutet mehr Aufwand bei der Entwicklung einer Software, wenn man zwei Betriebssysteme im Auge halten muss. Und obwohl Apple den Wechsel von Mac-OS 9 zu Mac-OS X für Entwickler einfach gemacht hat, hat der Spagat zwischen dem Alten und dem Neuen inzwischen zur Folge, dass die neuen Möglichkeiten, die Mac-OS X bietet, nicht genutzt wird.

Die Lösung: Der Abschied von Mac-OS 9

Von der amerikanischen Firma Bare Bones stammt der Texteditor BB-Edit, der als eines der ersten Programme - seit Version 6.1 - für Mac-OS X auf dem Markt ist. Seit diesem 20. April 2001 war der Editor (als kostenlose "Light"-Ausgabe und als 200 Dollar teuere Vollversion) für die beiden Mac-Betriebssysteme auf dem Markt. Und er ist es noch; allerdings läuft die seit August 2004 erhältliche Version 8 nur noch unter Mac-OS X. Der Aufwand für die zweigleisige Entwicklung war zu hoch: "Für einen Entwickler gibt es signifikante Unterschiede zwischen den beiden Systemen und das hat Auswirkungen, die nicht nur die Entstehung der Software beeinflussen", erklärt Rich Siegel, Gründer und Chef von Bare Bones. "Man muss sich entscheiden, wie man Funktionen in Mac-OS 9 ersetzt, die es nur unter Mac-OS X gibt. Alle Tests müssen auf mehreren Betriebssystemvarianten wiederholt werden." Außerdem muss der Kundendienst das Wissen für beide Betriebssysteme anbieten. Da die Entwicklung von Mac-OS X schnell voranging, war es irgendwann schwierig geworden, die unterschiedlichen Fassungen mit den gleichen Funktionen auszustatten.
"Seitdem wir nur noch die Mac-OS-X-Fassung anbieten, haben unsere Kunden den Unterschied gemerkt: Wir können schneller programmieren, bringen neue Funktionen und die Software an sich ist ein einfacheres Konstrukt", bekräftigt Siegel.

Diese Auffassung wird von Glen Turpin vom Softwarehersteller Quark bestätigt. Turpin, in USA zuständig für die Unternehmenskommunikation, sagt: "Jede Variante eines Betriebssystems kostet Zeit bei der Entwicklung. Wir müssen jede Weiterentwicklung auf jedem Betriebssystem testen." Die Version 6 des Layoutprogramms Xpress ist seit Juni 2003 nur noch für Mac-OS X erhätlich.

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