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Entwickler über Hardware-Features des iPhone 5S

12.09.2013 | 09:31 Uhr |

Etwas überraschend hat Apple dem iPhone 5S einen 64-Bit-Chip und einen Motion Coprocessor verpasst. Welche Auswirkungen das auf Apps hat, haben unsere Kollegen bei Entwicklern nachgefragt.

Die 64-Bit-Architektur werde erst einmal wenig Auswirkungen haben, Apple habe damit aber die Grundlage für künftige Entwicklungen gelegt, meint etwa der Instagram-Entwickler Marco Arment . Sein Kollege James Thompson (PCalc) hätte eher einen Quadcore-Chip als einen für 64 Bit erwartet, doch dürfte bei Apples Entscheidung wichtig gewesen sein, dass iOS 7 auch das mit einem Single-Core-Chip betriebene iPhone 4 unterstützt. Mit einer 64-Bit-Version seiner App wolle er noch warten und für iOS 7 zunächst eine 32-Bit-Fassung anbieten. Der Wechsel sei zwar nicht kompliziert, doch könnten sich kleine Fehler in den Code einschleichen. Zumindest müsse er die App erst einmal auf einem neuen iPhone 5S getestet haben. 64 Bit und iOS 7 würden hingegen eine Erweiterung des mobilen Betriebssystems auf Macbooks möglich scheinen, spekuliert Thompson.

Nicht nur die stromsparende CPU soll den Akku schonen, auch der im Vorfeld der Keynote in der Gerüchteküche überhaupt nicht gehandelte Motion Coprocessor M7 wird zum Energiesparen benutzt, indem er Daten von Gyroskop, Bewegungssensor und Kompass ausliest und verarbeitet. Dies kommt insbesondere Fitness-Trackern zugute, die nun nicht mehr den Hauptprozessor aufwecken müssen und somit beim Sport das iPhone in einem stromsparenden Modus arbeiten kann. Sampo Karjalainen, CEO von Moves , Herstelelr der gleichnamigen Fitness-App, begrüßt die neue Technik ausdrücklich: "Der M7 und die damit verwandten Techniken wie "continuos activity" und der Schrittzähler sind eine gute Nachricht für unsere App Moves." Apple tue das richtige für Apps, die kontinuierlich Daten erheben, was bisher zu Lasten der Akkulaufzeit ging. Schlechte Nachrichten wären das jedoch für Hersteller von Fitnessarmbändern wie dem Jawbone oder Fitbit, die nun überflüssig werden konnten. Schon jetzt hätte Moves die Nase vor und würde zwei Milliarden Schritte täglich zählen, das Jawbone-Armband Up nur eine Milliarde täglich.

Mit M7 und Touch-ID werde das iPhone ein noch persönlicheres Gerät, freut sich Iconfactory-Entwickler Craig Hockenberry : "Ich finde Technologien spannend, die mit unseren Körpern und der Umgebung interagieren."

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