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Epson: Verbesserte Piezo-Technologie macht Tintenstrahl-Druckköpfe kleiner und schneller

16.04.2007 | 16:58 Uhr |

Epson ist nach eigenen Angaben die Entwicklung eines "Piezo"-Kristalls gelungen, bei dem die notwendige Elementdicke um mehr als 35% verringert werden konnte.

Epson ist nach eigenen Angaben die Entwicklung eines "Piezo"-Kristalls gelungen, bei dem die notwendige Elementdicke um mehr als 35% verringert werden konnte. Dadurch seien deutlich kompaktere und schnellere Tintenstrahl-Druckköpfe möglich. Pro Inch können statt 180 nun 360 Düsen verbaut werden und die neue Generation des Piezokopfes soll sich außerdem durch eine größere Verformbarkeit des Piezo-Elements auszeichnen. Die höhere Flexibilität des Materials geht einher mit einer kürzeren Reaktionszeit auf die elektrischen Impulse - die Druckgeschwindigkeit steigt. Außerdem brauche das neue Piezo-Element weniger Platz als bisher, so der Hersteller.

Piezoeffekt

Bei bestimmten Kristallen treten bei Verformung Spannungen an den Oberflächen auf (Beispiel: Gasfeuerzeug). Legt man an solche Materialien eine externe Spannung an, verformen sie sich. Epson nutzt diesen Effekt, um Tinte aus den Düsen zu pressen. Durch das Variieren der Spannung an den Piezo-Kristallen entstehen unterschiedlich große Tröpfchen.

Die Piezo-Druckköpfe der nächsten Generation werden nach Angaben des Herstellers seit April in Serie produziert. (bb)

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