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Google und IW Köln küren "digitalste deutsche Städte"

10.05.2012 | 06:08 Uhr |

Google und das IW Köln zeichnen zum ersten Mal zehn deutsche Städte als "eTowns" aus.

eTown Preis
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© Google
eTown-Preisübergabe im Rathaus Erding: René Arnold (Referent für Research und Gutachten, IW Köln), Stefan Tweraser (Google Country Director DACH) und Ludwig Kirmair (2. Bürgermeister der Stadt Erding), v.l.n.r.
Vergrößern eTown-Preisübergabe im Rathaus Erding: René Arnold (Referent für Research und Gutachten, IW Köln), Stefan Tweraser (Google Country Director DACH) und Ludwig Kirmair (2. Bürgermeister der Stadt Erding), v.l.n.r.
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Es handelt sich hierbei laut Google um "Städte, in denen die Unternehmen ihre Geschäfts-, Vertriebs- und Marketingaktivitäten schneller und umfassender ins Netz verlagern als anderswo". Zur Ermittlung der eTowns wurden Strukturdaten des IW Köln zur Internetaffinität mit den Nutzerzahlen von Googles Online-Marketing-Plattform "AdWords" kombiniert. Als erste Stadt wurde heute Erding bei München ausgezeichnet.

Neben dem Preis organisiert Google kostenlose Workshops speziell für kleine und mittelständische Betriebe aus der Region. Hier erfahren die Unternehmen, wie sie das Internet am besten für ihr Geschäft nutzen können. Solche Workshops sind auch in den anderen neun Städten geplant und werden von Googles Partneragentur www.e-wolff.de durchgeführt (das Ganze ist mithin auch schlicht ein verkapptes Partnerprogramm).

Neben Erding werden in den nächsten Tagen noch neun weitere deutsche Städte ausgezeichnet - jeweils eine in jedem der zehn deutschen Postleitzahlgebiete. Sie sind laut Google und IW Köln die "digitalen Leuchttürme" ihrer Region. Die eTowns sind: Leipzig (PLZ-Gebiet 0); Berlin (PLZ-Gebiet 1); Delmenhorst (PLZ-Gebiet 2); Gießen (PLZ-Gebiet 3); Mülheim an der Ruhr (PLZ-Gebiet 4); Mainz (PLZ-Gebiet 5); Speyer (PLZ-Gebiet 6); Offenburg (PLZ-Gebiet 7); Erding (PLZ-Gebiet 8); Nürnberg (PLZ-Gebiet 9).

Die eTown-Preise gesellen sich damit zu anderen Studien, die das Internet als Innovations- und Wachstumstreiber für die deutsche Wirtschaft herausstellen. So hat eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln in Kooperation mit dem IT-Branchenverband BITKOM ergeben, dass Unternehmen, für deren Geschäftsmodell das Internet eine zentrale Rolle spielt, innovativer sind als Unternehmen mit weniger internetaffinen Geschäftsmodellen. Das Beratungsunternehmen Boston Consulting Group erwartet , dass die Online-Wirtschaft in den G20-Staaten bis 2016 ein Marktvolumen von 4200 Milliarden Dollar erreichen wird.

Die eTowns wurden mithilfe des gleichnamigen Index ermittelt. Dieser setzt sich zu gleichen Anteilen aus dem Business Model Monitor Digital (BM²D)-Index des IW Köln und dem Google AdWords-Index zusammen. Der BM²D-Index basiert auf Umfragewerten aus dem IW-Zukunftspanel; Der AdWords-Index von Google misst die Zunahme von Online-Marketing in deutschen Städten auf Basis des Jahreswachstums der Nutzerzahlen von Google AdWords durch lokale Unternehmen.

Während der Digitalisierungsindex des IW Köln zu dem Schluss kommt, dass speziell die klassischen Industrieregionen und die Zentren besonders stark digitalisiert sind, zeigen Googles Daten, dass es in allen deutschen Regionen Innovationszentren gibt, in denen Online-Marketing stark wächst. Um die Städte aller deutschen Regionen mit besonders internetbasiertem Wirtschaftswachstum auszuzeichnen, wurden im eTown-Index die Daten des IW Köln und Googles Daten zusammengeführt.

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