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Erfolgreich im Mac-Markt: "Apple wächst weiter"

13.12.2006 | 10:25 Uhr |

Wer Mitte Juli dieses Jahres Apple-Aktien gekauft hat, hat seitdem 76 Prozent Gewinn gemacht. Am 27. November, als das Wertpapier seinen Allzeit-Höchststand von 93,16 US-Dollar erreichte, war es sogar noch ein wenig mehr

Aufmacher Apple Blanz
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Doch im Kurs, warnen Finanzexperten, stecken viel Vorschusslorbeeren und viel iPod. Während nun die einen drohend den Finger erheben und den Hersteller auffordern, er müsse endlich neue Wachstumsmärkte erobern, beruhigen andere: Apple wächst doch bereits. Und zwar ganz ohne iTV und iPhone - mit Macs.

Im traditionellen Kerngeschäft nämlich, bei den Computer-Verkäufen, geht es mit Apple deutlich bergauf. Die Zahlen sprechen für den Mac-Hersteller, der vornehmlich noch eben dies ist - Hardware-Produzent: Der Absatz an Rechnern wächst im Moment vier mal so schnell wie der durchschnittliche PC-Markt weltweit, erklärt MarketWatch . Einer Untersuchung des Finanzdienstleisters Prudential Equity zufolge wird der Markt für Medienplayer in vier Jahren nur noch um 10 Prozent jährlich wachsen, nicht mehr um 50 Prozent pro Jahr wie im Moment. Doch anscheinend sind die Macs wieder im Kommen. Im letzten Quartal stieg Apples Umsatz mit Computerverkäufen um 37 Prozent auf 2,21 Milliarden US-Dollar ( wir berichteten ). Die Rechner machen mehr als die Hälfte an Apples Umsatz aus, der iPod nimmt nicht ganz 40 Prozent ein. "Es gibt keinen Grund zu glauben, dass Apple 2007 nicht auf der Stärke aufbauen kann, die der Hersteller dieses Jahr gezeigt hat", schließt deshalb Connor Browne vom Thornburg Investment Management Value Fund. Eine Frage aber bleibt trotz der guten Zukunftsaussichten: Was ist, wenn Apple seinen Umsatz einmal nicht mehr um rekordverdächtige 39 Prozent steigern kann, so wie im letzten Geschäftsjahr? Beginnt, wenn nicht neue Rekorde folgen, bei den Aktionären der große Abverkauf? Vielleicht kämpft Apple - vor allem im Musikmarkt - nicht nur gegen alte und neue Mitbewerber, gegen Zune und den Sansa Player, sondern vor allem gegen den eben noch erbrachten Erfolg und die Erwartungen, immer noch besser und besser werden zu müssen.

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