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Ericsson streicht 10 000 Stellen

20.04.2001 | 00:00 Uhr |

Der schwedische Telekommunikations-Konzern
Ericsson streicht wegen anhaltend hoher Verluste beim Handy-Verkauf
10 000 Stellen. Das sind rund zehn Prozent der gesamten
Arbeitsplätze. Wie das Unternehmen am Freitag bei der Bekanntgabe der
Bilanz für das erste Quartal 20001 in Stockholm mitteilte, soll
außerdem die Zahl der 15 000 freiberuflich beschäftigten Berater
drastisch reduziert werden. Aus der deutschen Ericsson-Zentrale in
Düsseldorf wurde vorab mitgeteilt, dass es im eigenen Bereich keine
Stellenstreichungen geben werde.

Der drittgrößte Handy-Produzent der Welt bezifferte das Minus
dieser Sparte im ersten Quartal auf 5,7 Milliarden Kronen (1,3
Milliarden DM/670 Millionen Euro). Der Umsatz beim Verkauf von
Mobiltelefonen ging binnen Jahresfrist um mehr als die Hälfte von
14,8 auf 7,2 Milliarden Kronen zurück. Der Vorsteuergewinn in den
ersten drei Monaten von 600 Millionen Kronen wurde vor allem durch
Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen in Höhe von 5,5 Milliarden
Kronen gesichert. Der Gesamtumsatz sank um fünf Prozent von 59,1 auf
55,9 Milliarden Kronen.

Das Unternehmen hatte am Vortag Verhandlungen mit dem japanischen
Sony-Konzern über eine strategische Allianz bei Mobiltelefonen
bestätigt. Ericsson ist drittgrößter Handy-Produzent der Welt nach
Nokia und Motorola.
dpa

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