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Ersatz für die weißen Stöpsel

06.03.2006 | 16:00 Uhr |

Nicht jeder mag den Klang der von Apple ausgelieferten iPod-Ohrhörer. Alternativen gibt es reichlich, wir haben aus dem Angebot einen aktuellen Bügel-Kopfhörer und ein Paar Ohrstöpsel gefischt.

iPod WErbung
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© Apple

Weiße Kopfhörer sind das Markenzeichen von Apples iPods. Schon von Weitem erkennt man iPod-Besitzer an den typischen Kabeln und Ohrhörern. Über den Klang der schicken Ohrstöpsel sind die Meinungen allerdings geteilt. Vielen iPod-Fans haben die Kopfhörer zu wenig Bassstärke, andere haben einfach Probleme mit der Passform: Jedes Ohr ist schließlich anders geformt. Vor allem Jogger wünschen sich besser sitzende Hörer. Bedingt durch die Bauart, schaffen es die Stöpsel nicht, Außengeräusche vernünftig abzublocken. Fährt man etwa mit einer Münchener Straßenbahn, hört man auch bei maximaler Gerätelautstärke nur noch die lauteren Stellen eines Liedes.

Daher haben wir Alternativen im Preissegment unter 50 Euro gesucht, mit denen man auch noch in einem Zug der Deutschen Bahn klassische Musik hören kann: Gefunden haben wir den Bügel-Kopfhörer PMX 200 von Sennheiser und die In-Ear-Hörer EP 630 von Creative.

Auf die Ohren

Die Sennheiser-Kopfhörer gibt es wahlweise in neutralem Grau oder in iPod-Weiß. Der PMX 200 ist für tragbare Audiogeräte ausgelegt und eignet sich technisch gut für die Straße. Das 60 Gramm schwere Gerät mit Bügeln ist auf sehr kleine Größe zusammenfaltbar und wird mit einem kleinen Plastik-Etui ausgeliefert (Maße: 145 x 75 x 27 mm). Die korrekte Faltmethode erschließt sich dem Tester jedoch erst nach einigem Nachdenken und einem Studium der Bedienungsanleitung. Überzeugend ist der Klang der Hörer. Durch die weichen Ohrpolster ist man von der Außenwelt komplett abgeschirmt, was die Kopfhörer für sehr laute Umgebungen tauglich macht. Die Isolierung ist so gut, dass man weder Lautsprecherdurchsagen im Zug noch Hupen oder Warnrufe hört.

Der Klang ist nach Meinung mehrerer Testhörer ausgezeichnet. Laut Hersteller bietet der PMX 200 „feinzeichnende Klangwiedergabe durch einzigartige Duofol-Membran mit Spiralprägung“, was wir mangels technischen Hintergrundwissens einfach mal so stehen lassen. Deutlich wird der Unterschied zu Apples Ohrhörern vor allem bei Klassik. Man hört mit den Kopfhörern auch feinste Musikdetails, bei schlecht kodierten Aufnahmen aber leider auch alle Tonstörungen. Der sehr reine Klang kommt bei einigen Testern aber fast schon „kalt“ an. Erhältlich ist der Hörer in diversen Onlineshops und im Fachhandel zu einem Straßenpreis von etwa 45 Euro.

In die Ohren

Auf starke Bässe sind die EP-630 des Apple-Konkurrenten Creative ausgelegt. Die so genannten In-Ear-Ohrhörer werden mit Ohrstöpseln in drei verschiedenen Größen ausgeliefert und müssen relativ tief in den Gehörgang eingeführt werden. Die Stöpsel aus Teflon sitzen dadurch sehr stabil, diese Trageart wird von vielen Anwendern aber als unangenehm empfunden und ist nicht für jedermann geeignet.

Ähnlich wie durch die Kopfhörer von Sennheiser ist man gut von der Außenwelt abgeschirmt - mit allen positiven und negativen Effekten. Klanglich erreichen die Creative-Stöpsel nicht die Detailgenauigkeit der Sennheiser-Hörer, toppen aber Apples Standardkopfhörer. Vor allem im Bassbereich sind die Creative-Hörer mit mehr Volumen ausgestattet, was sie in erster Linie für Fans von Rock, Pop oder Hip-Hop interessant macht. Erhältlich sind die kleinen Ohrhörer zu Preisen ab 32 Euro.

Fazit

Apples Kopfhörer sind nach unserer Meinung besser als ihr Ruf, für sehr laute Umgebungen gibt es aber bessere Alternativen. Freunde von Bügelkopfhörern bekommen mit dem PMX 200 eine gute Lösung, bevorzugt man In-Ear-Stöpsel, empfehlen wir die EP-630.

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