Von Daniel Kottmair - 29.04.2005, 18:00

Erste GPU-Benchmarks des Tigers

Die Macwelt macht einen ersten Vergleichstest mehrerer Grafikkarten mit den neuen Grafikchip-basierten Technologien in Tiger.

In Tiger führt Apple viele neue Techniken ein. Core Image und Quartz Extreme 2D gehören zu den innovativsten. Damit wird Mac-OS X das erste Betriebssystem, das mit dem Grafikchip den Text rendert, Bildschirmgrafik erstellt und Videoeffekte in Echtzeit ermöglicht. Quartz Extreme, von Apple mit Mac-OS X 10.2 ("Jaguar") eingeführt nutzte schon den Grafikchip, hier fand jedoch nur die Fenster-Komposition und -Darstellung mittels OpenGL statt, die Fenster-Erstellung und jegliche Veränderung wie Scrolling oder Größenveränderung wurde weiterhin von der CPU erledigt.

Benchmarking

Wir unterzogen die neuen Techniken einem ersten Test mit vier verschiedenen Grafikkarten in unserem Dual G5 und messen, wie stark Quartz Extreme 2D den GUI-Aufbau und das Text-Rendering im Vergleich zu Mac-OS X 10.3.9 beschleunigen. Hierzu verwenden wir das Programm Xbench, das zufälligerweise für beide Aufgaben über einen speziellen Sub-Test verfügt. Außerdem vergleichen wir die Core-Image-Performance einzelnen Grafikkarten unter Tiger mit einer Vorab-Version des nagelneuen Core-Image-basierten Programms iMaginator von Stone Design. Da sich eine Applescript-gesteuerte Abarbeitung als zu langsam erweist wählen wir einen anderen Weg: Wir erstellen drei Test-Kompositionen aus mehreren übereinandergelegten Effekten, stellen das Preview in den Einstellungen auf 200 Bilder und 0 Sekunden Verzögerung pro Bild, stellen das Looping aus und messen die Zeit, die die jeweilige animierte Komposition für einen Durchlauf benötigt wenn man auf den Quicktime-Knopf oben links klickt.
Die Tests setzen sich wie folgend zusammen, es wurden keine Parameter verändert und die Effekte wurden in der angegebenen Reihenfolge übereinandergelegt:
Test 1: Kaleidoscope, Bump Distortion, Bloom, Glass Distortion, Transition: Mod
Test 2: Perspective Tile, Glass Distortion, Gloom, Edges, Transition: Ripple
Test 3: Vortex Distortion, Glass Lozenge, Pinch Distortion, Gaussian Blur, Transition: Disintegrate with mask
Leider konnte die Radeon 9600 den dritten Test, der das in starker Einstellung sehr rechenintensive Gaussian Blur nutzt nicht absolvieren. Die unfertige Animation wiederholte sich schon nach ein paar Sekunden, es ist unklar ob hierfür die 64 MB VRAM der Radeon 9600 oder Treiberprobleme der Grund sind.
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