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Erste Peripherie für USB 2.0

21.11.2000 | 00:00 Uhr |

Art Scotten, Präsident des Hardwareherstellers Orange Micro, der zur Comdex erste USB-2.0-Geräte vorgestellt hat, sieht den neuen Standard nicht als Konkurrenz für Firewire-Technologien an. Apple hat bislang keine Unterstützung für USB 2.0 angekündigt.

Orange Micro hat die Comdex genutzt, um die ersten drei Peripheriegeräte für USB 2.0 vorzustellen: Einen knapp 90 US-Dollar teuren Hub, die ebenso teure PCI-Karte Orange Hub für USB 2.0 mit vier externen und einem internen Anschluss, sowie eine noch unbenannte Kombikarte, die einen internen und zwei externe Firewire-Ports sowie einen internen und drei externe USB-2.0-Anschlüsse bietet und etwa 150 US-Dollar kosten soll. Alle drei Geräte sind abwärtskompatibel zu USB 1.0, können jedoch an USB-1.0-Schnittstellen den Geschwindigkeitsvorteil von USB 2.0 nicht nutzen.

In einem Interview, das Art Scotten, Präsident der US-Firma Orange Micro unserer Schwesterzeitschrift Macweek während der Comdex gab, kündigte Scotten an, seine Firma wolle als erster Anbieter USB-2.0-Treiber und -Erweiterungen für Mac-OS X herausbringen.

Gleichzeitig machte Scotten Werbung für den Standard USB 2.0, den er im Gegensatz zu vielen Mac-Anwendern nicht als Konkurrenz zu Apples Schnittstelle Firewire sieht. Sicherlich gäbe es Bereiche, in denen sich beide Standards Konkurrenz machen könnten, so Scotten, und nannte Massenspeicher als Beispiel. In anderen Bereichen könne man jedoch klar abgrenzen. Bestes Beispiel dafür sei seine Firma, die im vergangenen Jahr ihren Absatz von Firewire-Peripherie trotz des Angebots an USB-Geräten verdoppeln konnte.

Nach Einschätzung des Macwelt-Testredakteurs Christian Möller kann es aber noch einige Zeit dauern, bis USB 2.0 zu dem Standard geworden ist, den seine Entwickler in ihm sehen. Abgesehen davon, dass außer den drei Geräten von Orange Micro noch keine Peripherie am Markt verfügbar ist und Apple bisher in keinster Weise Unterstützung für den Nachfolger von USB angekündigt hat, ist Firewire-Peripherie momentan einfach zu dominant am Markt. Wenn allerdings genügende USB-2.0-Produkte auf dem Markt sind, wird sich der schnellere und günstigere Standard vor allem bei Massenspeichern und Scannern durchsetzen können. Bereiche wie Videobearbeitung und Multimedia werden sicherlich auch in Zukunft Domäne von Firewire-Geräten bleiben. mbi

Info: Macweek , www.usb.org

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