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Erster Blick: 12-Zoll-Powerbook

27.04.2004 | 16:35 Uhr |

Erst vor einer Woche hat Apple überarbeitete Powerbooks und iBooks angekündigt. Das erste Exemplar der neuen Reihe ist in unserem Testcenter eingetroffen.

Wir testeten das neue 12-Zoll-Powerbook mit 1,33 GHz G4-CPU, 512 KB L2-Cache, 60 GB Festplatte, 4x-fähigem Superdrive, DVI, 256 MB RAM (fest verlötet, ein Sockel frei) und 64 MB Geforce FX Go 5200 Grafikkarte. Das Gerät kommt in der Standardausstattung mit integriertem Bluetooth und seit dieser Generation auch mit eingebauter Airport Extreme WLAN-Karte.
Apple liefert das gut verarbeitete Alu-Powerbook mit einer inoffiziellen Zwischenversion von Mac-OS X 10.3.3, Build 7G33 (aktueller 10.3.3-Build: 7F44, eMac-Build: 7G21), dessen Frameworks größtenteils neueren Erstellungsdatums sind als im Build 7F44. Besonders ins Auge stechen die aktualisierten Grafikkarten-Treiber, die allesamt die Versionsnummer 1.3.12 tragen (aktuell: 1.3.8) Dass dies eine Vorab-Version von 10.3.4 ist, welches unter anderem neue Grafiktreiber bringen soll, kann also wohl als gesichert gelten.
Die erste große Überraschung ist, dass DVD+R und DVD+RW von Apples Discburner ganz normal erkannt und problemlos in derselben Geschwindigkeit wie DVD-R/-RW (4x / 2x) gebrannt werden. Dies ist ein Novum für Apple, bisher war man für "Plus"-Unterstützung auf Dritthersteller-Software wie Toast angewiesen. Kein Glück hatten wir indes mit iDVD. Die DVD-Authoring-Sofware akzeptiert weiterhin nur DVD-R-Medien
Das Powerbook ist sehr flott und macht insgesamt einen guten Eindruck. In nahezu allen unseren Tests kann es den 1,33-GHz-CPU-Takt sehr gut "auf die Strasse" bringen und ist etwa um ein Drittel schneller als das 1-GHz-Vorgängermodell. Der gleichzeitig von 133 MHz auf 166 MHz gesteigerte Bus ist für die gute Performance sicherlich ein maßgeblicher Faktor.
Im UT2k3-Botmatch liegt die Leistung mit 18,1 fps sogar deutlich höher als ein Drittel besser. Hier spielen offensichtlich der Frontside-Bus und das auf 64 MB verdoppelte VRAM des Geforce-FX-Go5200-Grafikchips ihre Vorteile aus.
Der Lüfter des Powerbook springt nur bei starker Belastung an. Er ist klar hörbar, der Lärmpegel bewegt sich jedoch in vertretbaren Grenzen.
Uns enttäuscht jedoch das LCD-Display. Mit 138,6 Candela pro Quadratmeter ist die Leuchtkraft zwar deutlich besser als beim Vorgängermodell (97 cd/m^2) oder bei allen anderen portablen Mac mit Ausnahme des 15"-Powerbook (152 cd/m^2), aber die wahre Erleuchtung ist auch dieser Messwert nicht. Apple muss allgemein bei der Leuchtkraft und der Helligkeitsverteilung seiner Displays nachbessern. Am unteren Bildrand machen wir links und rechts dunkle Stellen aus, die nach einer gewissen Warmlaufphase jedoch größtenteils verschwinden.

Performance

Nach unseren Standard-Benchmarks stellen wir fest, dass das kleine 12-Zoll-Powerbook das bislang schnellste Apple-Notebook ist, das wir im Testcenter hatten. Es schlägt in den meisten Belangen den bisherigen König, das 17-Zoll-Powerbook, das ebenfalls mit 1,33 GHz taktet. Nicht zu vergessen: die neuen 15- und 17-Zoll-Modelle fehlen noch im Test. Sie werden mit 1,5 GHz sicherlich neue Rekorde aufstellen.
Die genauen Ergebnisse und weitere Infos erfahren Sie in der Macwelt 7/2004.

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