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Erster Blick: Safari 1.2

03.02.2004 | 14:06 Uhr |

berraschung aus Cupertino: Über Nacht haben sich Safari 1.2 und Java 1.4.2 auf die Software-Update-Server von Apple geschlichen. Erster Eindruck von Macwelt: Ohne Worte, wir sind hin und weg.

Updates schieben manche Benutzer gerne auf die lange Bank, immerhin müssen bei größeren Aktualisierungen von Apple immer gleich mehrere Megabyte auf dem eigenen Rechner landen. So dürften sich auch bei Safari 1.2 und Java 1.4.2, den jüngsten Zugängen in der "Softwareaktualisierung" unter Mac-OS X 10.3, einige Leute etwas mehr Zeit lassen, bevor sie sich an ans Update machen. Doch diesmal sollte jeder umgehend zuschlagen: Apple hat die Rendering-Engine von Safari, basierend auf dem Open-Source-Browser Konqueror, intensiv überarbeitet - und einen erstaunlichen Geschwindigkeitszuwachs erzielt. Bevor das neue Surf-Feeling geniessbar ist, muss ein Benutzer allerdings erst auf Mac-OS X 10.3 umsteigen, sofern er es nicht schon getan hat. Safari 1.2 ist ausschließlich für "Panther" verfügbar, Jaguar-Anwender (Mac-OS X 10.2) bleiben auf dem Stand der Version 1.0. Sehr schade und unverständlich, was Apple zu dieser merkwürdigen Strategie bewegt. Ähnliche Methoden des Windows-Erfinders aus Redmond geraten für gewöhnlich schnell ins Kreuzfeuer der Kritik, wie damals bei der Einführung des Internet Explorer 6, der unter Windows 95 nicht funktioniert.

Zunächst ein Blick auf die wenigen Neuerungen in Safari 1.2. In den Voreinstellungen warten wenige neue Menüpunkte auf optionale Aktivierung. So lassen sich Links in externen Apple-Programmen, wie Mail oder iChat, auf Wunsch als neues Tab statt in einem neuen Fenster öffnen. In der Abteilung "Erweitert" gibt es als "Bedienungshilfen" gekennzeichnete Funktionen, um Safari auf Tastendruck Links hervorheben und die minimale Schriftgröße bestimmen zu lassen. Außerdem gibt es noch einige kleinere Verbesserungen, die nicht auf den ersten Blick auffallen. So lassen sich jetzt Bilder über das Kontextmenü an eine bestimmte Stelle speichern, in Version 1.1 legte Safari die Images nur in den vom Benutzer festgelegten Download-Ordner. Zusätzlich hat Apple einige Unklarheiten in der deutschen Übersetzung ausgebügelt, beispielsweise heisst es jetzt "Verknüpfte Datei laden unter..." statt "Link laden unter...". Ein kleines optisches Feature ist die Integration eines Fortschrittbalkens in das Icon einer temporären Datei die Safari gerade lädt, wie es etwa Microsofts Internet Explorer in der Mac-Ausgabe schon länger beherrscht.

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