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Erster Blick auf Adobe After Effects 5.0

27.02.2001 | 00:00 Uhr |

Adobe stellt After Effects 5.0 vor. Die leistungsstarke Software zum Nachbearbeiten von Grafikanimationen bietet neben einer Vielzahl neuer Spezialeffekte auch umfangreichere Ausgabeoptionen als frühere Versionen. Wir werfen einen ersten Blick auf das Programm.

Wie bisher gibt es zwei unterschiedliche Pakete von After Effects, die Standardversion und das Production-Bundle, das neben weiteren Filtern Vektorzeichenwerkzeuge enthält und den 16 Bit-Modus unterstützt. Um effizient zu arbeiten, empfiehlt Adobe einen Power Mac G4 mit mindestens 128 MB RAM. Unser Test erfolgt auf einem G3-Mac mit 350 MHz, auf dem das Programm stabil läuft.

An erster Stelle der neuen Effekte steht die 3D-Ebenenoption, die Simulationen von 3D-Körpern ermöglicht. Sowohl zwei- als auch dreidimensionale Ebenen nehmen horizontale und vertikale Bewegungen an, wobei sich 3D-Ebenen zusätzlich mit Licht und Schatten beeinflussen lassen. Wie in einem 3D-Programm definiert man beliebig viele Lichtquellen, die man über das Setzen von Keyframes animieren kann.

Neue und überarbeitete Filter

Bestehende Effekte wie "Scatter", "Strich" und "Schlagschatten" wurden in After Effects 5.0 verbessert. Zu den neuen Funktionen gehört zum Beispiel der Filter "Shatter", der Kratzer hinzufügt. "Radio Waves" simuliert Radio- und Teichwellen oder andere wellenartige Formen, die eine von einem Zentrum ausgehende Entwicklung wiederholen. Man kann auch ein Kraftzentrum definieren, von dem ausgehend Explosionen ausgelöst werden oder die Ebene in Puzzleteile oder Glasscherben zerspringt.

Gesteigerte Produktivität

Die Vorschau lässt sich nun schneller erstellen, was im Produktionsablauf spürbar Zeit spart. Die neue Version arbeitet mit Frame-Caching, es werden also nur noch die bearbeiteten Frames neu gerendert. Damit man schon beim interaktiven Bearbeiten einer Ebene eine Vorschau erhält, setzt das Programm bei Bedarf vorübergehend die Bildauflösung herab. Ähnlich wie in Adobe Premiere kann man in After Effects die Vorschau auf einen Teilbereich der Komposition begrenzen, indem man einen Arbeitsbereich festlegt.

Verbesserte Ausgabeoptionen

Der Nachfrage nach mehr Flexibilität kommt Adobe mit einer breiten Palette an Ausgabeoptionen für Film, Video, Multimedia und das Web nach. So lassen sich beispielsweise animierte Illustrator-Dateien als vektorbasierte Flash-Dateien für den Einsatz im Web ausgeben. Auch eine Web-Ausgabe mit eingebetteten URLs ist möglich. Da After Effects sowohl die Kompression mit Quicktime-Codecs als auch MP3 für Audio unterstützt, kann man Dateien schneller aus dem Internet auf den Rechner laden.

Fazit

After Effects 5.0 wurde mit praktischen Befehlen ergänzt und stabil programmiert. Auf Grund der Kompatibilität zu anderen Adobe-Programmen gehen Grafik, Bildbearbeitung, Animation und Videoschnitt nun Hand in Hand. Wer das Produkt professionell einsetzt, ist mit einem Update auf die neue Version gut beraten. Durch die erweiterten Ausgabemöglichkeiten ist das Programm auch für Web-Designer interessanter denn je.

Inka-Gabriela und Winfried Schmidt/dc

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