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Erster Blick auf Adobe Lightroom

09.01.2006 | 15:06 Uhr |

Die zeitliche Nähe der Veröffentlichung, die Zielgruppe, die Anmutung der Programmoberfläche und die Tatsache, dass beide Programme sich noch in der Entwicklung finden: Der Vergleich von Adobe Lightroom mit Apple Aperture drängt sich geradezu auf. Lightroom steht nun als kostenfreie Beta-Version bereit, sich dem Urteil der potentiellen Anwender zu stellen. Wir haben das Progranmm einem ersten Test unterzogen.

In guter alter Macromedia-Tradition (die Firma ging mittlerweile in Adobe auf) steht nun das erste Adobe-Eigengewächs als öffentliche und kostenfreie Beta-Version zum Download bereit. Adobe Lightroom wendet sich an Digitalfotografen, die ihre Aufnahmen vom Import bis zur Druck- und Web-Ausgabe schnell sichten, sortieren, optimieren und verwalten wollen. Das Programm ist dem entsprechend in die vier Module für Organisation (Library), Raw-Entwicklung (Develop), Bildschirm-Präsentation (Slideshow) und Druckausgabe (Print) eingeteilt. Ein Schwerpunkt liegt in der Entwicklung von Raw-Aufnahmen - hier profitiert Lightroom vom Camera-Raw-Modul von Photoshop, das mittlerweile an die hundert Raw-Formate unterstützt.

Organisieren

Lightroom Library: Der Organisationsbereich von Lightroom
Vergrößern Lightroom Library: Der Organisationsbereich von Lightroom

Für den Import von Bilddaten (im Raw-Format, als JPEG oder TIFF) kennt Lightroom wie Aperture eine eigene Library, nur dass man in diese nicht die eigentlichen Bilddaten aufnehmen muss. Eigene Ordnerstrukturen lassen sich so erhalten und der Zugriff auf Finder-Ebene ist für jede einzelne Datei möglich. Im Library-Modul, in dem man die Bilder sichtet und organisiert, gibt es verschiedene Ansichtsmöglichkeiten, um Bilder vergrößert oder auch zum Vergleich miteinander darzustellen sowie gute Aufnahmen schnell zusammen zu stellen. Obwohl die Beta-Version englischsprachig ist, kommt man mit den meisten der hier eingesetzten Kurztasten gut zurecht. Als Organisationsprinzip haben sich die Entwickler neben den obligatorischen Stichwörtern die Unterteilung in Aufnahmeserien und eigene Kollektionen ausgedacht. Dabei kann eine Bilddatei in mehreren Kollektionen präsent sein ohne dazu mehrere physikalische Kopien auf der Festplatte vorhalten zu müssen. Eine Versionierung, wie sie etwa Aperture anbietet, gemeint sind mehrere Einstellungssets für eine Master-Bilddatei, gibt es noch nicht, ist aber von Adobe für eine spätere Beta-Version bereits angekündigt. Ebenso fehlt noch der richtige Umgang mit Metadaten wie Exif-Informationen oder IPTC-Informationen. Auch XMP, Adobes Metadatenkontext, ist noch nicht in Lightroom eingebaut.

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