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Erster Blick auf Mac-OS 9.5

26.07.2000 | 00:00 Uhr |

Ein Update für das Betriebssystem kommt jedes halbe Jahr, hat Steve Jobs versprochen. Die Arbeiten an der ersten großen Nachbesserung für Mac-OS 9 laufen also. Was die Entwickler schon fertiggestellt haben, zeigt unsere Übersicht. Das Erscheinungsdatum steht noch in den Sternen

Ansonsten sticht auf den ersten Blick nur ein neues Menü im Finder ins Auge:

Unter dem Eintrag "Window" (Deutsch "Fenster") fasst der Finder die Namen aller offenen Ordner zusammen. Wer mehrere Ordner geöffnet und vielleicht noch zusätzlich Ordner an den unteren Bildschirmrand verschoben hat, sieht deren Namen hübsch übersichtlich in diesem Menü und kann so schneller zwischen den Fenstern wechseln. Damit erhält der Finder einen ähnlichen Komfort, den heute schon etliche Programme, darunter Apple Works, bieten.

Arbeitet man sich durch die Kontrollfelder hindurch, fallen drei weitere Neuerungen auf:

Das Kontrollfeld "Ton" entspricht jetzt Apples hauseigenen Designregeln, die vier Menüpunkte "Warntöne, Eingabe, Ausgabe und Lautsprecher" stehen nicht mehr rechts in einem Fenster, sondern sind als Karteikartenreiter oben im Einstellfenster eingebaut. Im Punkt "Eingabe" haben die Apple-Ingenieure eine optische Kontrolle für das Mikrofon und alle anderen Eingabekanäle hinzugefügt. Auch das Kontrollfeld "Allgemeine Einstellungen" hat vor allem optische Korrekturen hinter sich, die Blinkfrequenz von Einfügemarke und Menü bestimmt man künftig über Schieberegler.

Öffnet man im nächsten Mac-OS eine Datei, kann man sich im dazugehörigen Dialog mit dem iDisk-Server von Apple verbinden lassen. iDisk ist ein Service von Apple, der Mac-OS-9-Besitzern kostenfrei 20 MB Speicherplatz auf einem Apple-Server zur Verfügung stellt. Dieser Server setzt eine Verbindung zum Internet (www.apple.com/idisk) und die Installation der iTools-Software voraus.

Besserer Internet-Zugang

Mit Open Transport 3.0 unternimmt Apple erneut den Versuch, die Netzkonfiguration des Mac-OS zu vereinfachen. Dazu gibt es das neue Kontrollfeld "Network Setup", das die drei Kontrollfelder "Appletalk", "Remote Acces" und "TCP/IP" unter einen Hut bringt.

Im Unterpunkt "Verbindungen" sieht man künftig alle aktiven Netzprotokolle und -dienste, in der Grundkonfiguration für einen Rechner im Firmennetz sind dies die Appletalk- und die TCP/IP-Verbindung und die dazugehörige DNS-Server-Adresse.

Alles, was bisher im Kontrollfeld "Remote Access" zu finden war, hat Apple in den Unterpunkt "Dial-ups" gepackt. Dort hat sich wenig getan, die Eingabezeilen blieben unverändert. Die Zusatzoptionen sind jetzt aber sofort einsehbar, die Einstellungen für die maximale Verbindungsdauer zum Beispiel sind im nächsten Mac-OS nur einen Mausklick entfernt.

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