889804

Erster Blick auf Mac-OS X 10.1.3

20.02.2002 | 15:43 Uhr |

Apple hat seinem neuen Betriebssystem ein weiteres Update gegönnt. Vor allen Dingen im Netzwerkbereich hat es viele Änderungen gegeben.

München/Macwelt - Gut acht Wochen nach dem letzten Update steht wieder ein Aktualisierer für Mac-OS X 10.1 zur Verfügung. Version 10.1.3, das sich über die Systemeinstellung "Software-Aktualisierung" installieren lässt, trägt wie gewohnt Hardwareneuvorstellungen aus dem Digital-Lifestyle-Bereich Rechnung und installiert entsprechend Treiber für neue CD-Rekorder und Digitalkameras.
Ebenfalls unter die Rubrik "Standards" fallen aufgefrischte Grafikkartentreiber für die ATI- und Nvidia-Modelle ab Rage Pro beziehungsweise Geforce 2 MX. Originäre Geforce-4-Treiber finden sich übrigens nicht. Von der überarbeiteten Software profitieren erneut die Besitzer eines Powerbook G4. Sie können Video-DVDs jetzt auch auf externen Monitoren betrachten.
Apple spricht in den Informationen zum Update außerdem von "Verbesserungen bei iTunes, wenn die visuellen Effekte bildschirmfüllend angezeigt werden". Damit sind allerdings keine höheren Bildraten gemeint, sondern ein behobener Bug, der bei bestimmten Anwenderaktionen das Programm abstürzen ließ.
Neue Funktionen gibt es allein im Netzwerkbereich. So hat Apple in Mail endlich SSL-Verschlüsselung eingebaut ("Einstellungen > Accounts > Bearbeiten > Account-Optionen > Use SSL") und damit eine Funktion nachgereicht, die ursprünglich schon im vergangenen Jahr hätte Einzug halten sollen.
Eine weitere Verbesserung betrifft OpenSSH, das nach dem Update als Version 3.0.2 arbeitet und damit sftp (Secure FTP) unterstützt. Passwörter werden hier nicht im Klartext, sondern SSL-verschlüsselt übertragen. Auch Web DAV soll um eine sicherere Anmeldeoption (Digest Authentification) erweitert sein.
Ausgebaut haben will Apple schließlich noch die Fähigkeiten des Betriebssystems, Verzeichnisdienste anzusprechen. Dies soll LDAP-Dienste und die etwa von Windows-2000-Servern bereit gestellten Active Directories betreffen. Leider lassen sich Apples Ankündigungen in unseren Tests bislang nicht nachvollziehen. Denn während LDAP weiterhin nicht fehlerfrei arbeitet (Mail greift erfolglos auf den voreingestellten Server zu), scheint es unmöglich, mit Active Directories zu verbinden. lf

0 Kommentare zu diesem Artikel
889804