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Erster Blick auf Macromedia Dreamweaver 1.0

11.12.1997 | 00:00 Uhr |

Die Firma Macromedia tritt im Mac-Markt vor allem mit ihren Mal- und Animationsprogrammen Freehand und Director in Erscheinung. Dreamweaver soll beim HTML-Layout glänzen, was die Vorabversion vor allem durch gute Importmöglichgkeiten, Style Sheets und Javascript-Animationen tut. Die englische Version soll spätestens im Januar 1998 auf den Markt kommen.
Die Oberfläche von Dreamweaver ähnelt auf dem ersten Blick anderen grafischen HTML-Editoren wie Pagemill, Visual Page oder Frontpage. Man findet die üblichen Menüs für Bilder und Textformatierung sowie die Hilfen für Strukturen wie Tabellen oder Frames.
Dreamweaver zeigt im Hauptfenster eine Übersicht aller Elemente an, Bilddateien sind sichtbar, Text wird entsprechend den Vorgaben formatiert angezeigt. Gleichzeitig entspricht der zugrunde liegende HTML-Code allen Vorgaben des W3-Konsortiums (www.w3.org), einer Organisation, die als Entscheidungsgremium für Internet-Definitionen dient.

Stilvorlagen für alle Gelegenheiten und Dokumente
Stilvorlagen (Cascading Style Sheets) sind für Dreamweaver eine leichte Übung: Es braucht einen Menübefehl und eine Rückfrage, ob die Vorlagen für einen Abschnitt, das gesamte Dokument oder mehrere Dokumente gelten sollen, und schon erreicht man das Vorlagenfenster, in dem man minutiös festgelegen kann, welches Aussehen der Text bekommen soll. Dreamweaver vermerkt alle Stilvorlagen in einer eigenen Liste, auf die man sehr gut von neuen Dokumenten zurückgreifen kann.

Animationen ö la Netscape oder Microsoft
Bei dem Aufbau von Animationen überläßt Dreamweaver dem Designer die Qual der Wahl: Soll das Objekt in einen Netscape-Layer landen, den dann allerdings nur Betrachter mit Netscape Navigator 4 sehen oder soll das Bild per dHTML von Microsoft animiert werden, was wiederum natürlich ausschließlich mit Microsoft Internet Explorer 4.0 zu ansehnlichen Resultaten führt?
Beeindruckend ist die dabei die Handhabung: Man übernimmt ein Objekt in die Zeitachse (Timeline) und kann dann festlegen, welche Aktionen zu bestimmten Zeitpunkten erfolgen sollen. Das zugrunde liegende Javascript erzeugt Dreamweaver automatisch - wer will, kann völlig auf die Programmierung verzichten.

Fazit
Dreamweaver von Macromedia ist vielversprechend und besticht schon in der Vorabversion mit einem sehr guten HTML-Code-Generator, der sich strikt aus den Grabenkriegen zwischen Netscape und Microsoft heraushält. Das Ergebnis sind HTML-Seiten, die in beiden Browser gleich gut angezeigt werden und auch mit älterer Software selten zu Schwierigkeiten führen. Kombiniert mit den neuen Funktionen für Stilvorlagen und Javascript-Animationen hinterläßt das Produkt einen guten Eindruck.
wm

Info: Macromedia, Telefon: 0 69/95 09 61 17, Fax: 00 44/13 14 58 67 65, Internet: www.macromedia.com/de Preis: stand bei Redaktionsschluß noch nicht fest

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