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Erster Blick auf Macromedia Studio

08.08.2005 | 17:18 Uhr |

Macromedia will in den USA ab September 2005 das Programmpaket Studio 8 ausliefern. Bis dahin wird sich auch zeigen, welche Auswirkungen die Fusion mit Adobe auf das Angebot beider Firmen haben wird.

Macromedia Studio 8 Logo
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Studio 8 heißt Macromedias Paketangebot für Online- und Videoproduzenten. Freehand fehlt im Paket, dafür erhält man mit Studio 8 den HTML-Editor Contribute 3 und die Flash-Konvertierungssoftware Flashpaper 2. Die drei Hauptprodukte aber sind wie bisher der HTML-Editor Dreamweaver 8, die Internet-Grafiksoftware Fireworks 8 und die Animationssoftware Flash Professional 8.

Jim Guerard, Vice president Produktmanagment und Marketing bei Macromedia, kommentierte unter anderem den Deal zwischen Macromedia und Adobe: "Beide Firmen sind heute gesund und profitabel, deshalb ist dieser Zusammenschluß für beide eine gute Sache. Es ist im Moment unmöglich, vorherzusagen, welche Produkte wir in Zukunft gemeinsam anbieten werden. Freehand bleibt für uns aber ein wichtiges und erfolgreiches Produkt, das wir weiter am Markt halten wollen. Wir leisten Kundendienst dafür und entwickeln es als eigenständiges Produkt weiter."

Studio 8 sei dagegen im Laufe der vergangenen zwei Jahre entwickelt worden, wobei jedes der Teams, das für die einzelnen Komponenten verantwortlich ist, mindestens 40 der wichtigsten Kunden rund um den Globus besucht habe, um deren Meinungen, Ideen und Probleme zu ermitteln und in die Entwicklung einfließen zu lassen.

Flash 8 - optimiert für Mac-OS X

Mit Flash 8 Professional bringt Macromedia den schon länger versprochenen Videokompressor auf den Markt, außerdem will man generell die Darstellung von Text verbessern und beschleunigen. Mac-Entwickler aber profitieren zusätzlich von Flash 8 Professional: Die neue Version enthält erstmals Karteireiter, mit denen man besser die Übersicht zwischen mehreren geöffneten Dokumenten behält, außerdem nutzt Macromedia jetzt die 3D-Bibliothek Open GL, so dass auf dem Mac dieselbe Abspielgeschwindigkeit wie unter Windows erreichbar wird.

Flash 8 Professional enthält Filter, die man als Effekt zu einzelnen Objekten oder kompletten Ebenen hinzufügen kann, ohne dass dadurch die Größe der Flash-Datei wesentlich steigt. Denn die Effekte wie Schlagschatten, Weichzeichner und Relief werden erst auf dem Rechner des Betrachters in die Animation eingerechnet. Die Darstellung von Text soll dank Flashtype, des neuen integrierten Textmoduls von Flash, an Qualität gewinnen und schneller werden; unter anderem beherrscht dieses Moduls jetzt Subpixelrendering, so dass Text optimal scharf auf allen Monitortypen sichtbar sein sollte.

Vor allem aber wirbt Macromedia für den neuen Videokompressor On2 VP6 in Flash 8 Professional, der Videofilme in ansprechender Qualität in besonders kleine Dateien packen soll. Die Dateigröße soll auf dem Niveau von Apples Kompressor H.264 Advanced liegen, was wir möglichst bald in Test nachprüfen werden. Neu ist außerdem die Möglichkeit bei Schlüsselbildern ("cue points") eine Aktion aufzurufen und einen Film mit 8-Bit-Alpha-Kanal frei zu stellen, so dass die dahinter liegenden Flash-Inhalte sichtbar werden.

Die Vorabversion von Flash 8 ist über die Internetseite http://www.macromedia.com/software/flashplayer erhältlich.

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