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Erster Test: Power Mac G4 867 MHz

20.07.2001 | 00:00 Uhr |

Eben noch auf der Showbühne, schon im Testcenter: Macwelt hat das mittlere der neuen G4-Modelle unter die Lupe genommen.

Das mittlere Modell von Apples neuer G4-Familie, den Power Mac G4 mit 867 MHz, können wir bereits testen. Auch wenn er bei der Präsentation von Steve Jobs unscheinbar wirkt, der Rechner hat es in sich: Er ist bei nahezu gleicher Ausstattung des bisherigen Spitzenmodells um 2600 Mark günstiger. Zudem bietet der Neue 133 MHz mehr Prozessortakt und einen um 1024 KB größeren Level-3-Cache. Da lässt sich der magere Arbeitsspeicher von 128 MB leicht verkraften, zumal die RAM-Preise derzeit im Keller sind. Der verwendete Prozessortyp PPC 7450 lässt sich laut Motorola auf maximal 867 MHz takten. Somit hat Apple diesen Prozessortyp ausgereizt.

Im Test zeigt sich der G4-Mac von seiner schnellen Seite: Die Prozessorleistung, die wir praxisgerecht mit verschiedenen Anwendungen ermittelt haben, ist gegenüber unserem Referenzrechner, einem 350 MHz schnellen G4-Mac, beinahe doppelt so hoch. Über das Doppelte an Geschwindigkeit kann sogar die Geforce-2-MX-Grafikkarte bei 2D-Berechnungen wie scrollen oder zoomen gegenüber der Grafikkarte ATI Rage Pro 128 des Referenzrechners zulegen. Auch die 60 GB große IBM-Festplatte des Probanden ist etwas schneller als die gleich große Maxtor-Festplatte im ehemaligen Spitzenmodell. Beide Festplatten arbeiten mit einer hohen Drehzahl von 7200 Umdrehungen pro Minute, was ein flotten Datentransfer ermöglicht.

Besonders gut eignet sich der Rechner für den professionellen DTP-Arbeitsplatz, bei dem unter anderem auch Photoshop zum Einsatz kommt. Dank des Superdrive-Laufwerks, mit dem sich DVDs beschreiben und in herkömmlichen DVD-Playern abspielen lassen, ist der 867 Mhz schnelle Mac auch für Multimedia-Produzenten oder Werbeagenturen eine gute Wahl, die beispielsweise Präsentationen auf DVD für ihre Kunden anbieten wollen. Für den reinen Photoshop-Mac empfehlen wir einen Multiprozessor-Rechner, auch wenn nicht alle Funktionen dieser Bildbearbeitung für mehrere CPUs optimiert ist. Auch im Video-Bereich eignet sich ein Dualprozessor-Mac besser, da dort alle wichtigen Anwendungen mehrere Prozessoren unterstützen.

An der Gehäusefront fällt ein Loch mit chromfabenem Innenleben auf. Hier hat Apple den neuen Lautsprecher untergebracht, der einen deutlich besseren Klang und eine höhere Lautstärke wie der Lautsprecher des Vorgängers bietet. Neu ist die CD-Klappe des überarbeiteten Gehäuse-Designs. Nun lässt sich der leere CD-Schlitten nur noch über die Tastatur ausfahren, an der CD-Klappe fehlt der Auswurfknopf. Braucht man beim Vorgängermodell zum Neustart des Rechners lediglich einen Schalter auf der Vorderseite des Macs drücken, benötigt man dafür nun eine Büroklammer. Diese Änderung ist durchaus sinnvoll, denn so mancher hat seinen Mac schon ungewollt neu gestartet, als er mit seinem Fuß an den Reset-Schalter des Macs gekommen ist, der unter dem Schreibtisch steht. Das Netzteil hat Apple abgespeckt, es fehlt nun der Stromanschluß für einen Monitor. Uns stört wie bei den Vorgängermodell das deutlich hörbare Betriebsgeräusch, das die insgesamt drei Lüfter erzeugen.

Fazit


Besser ausgestattet als das bisherige Spitzenmodell ist unser Testkandidat, und das für einen um 2600 Mark günstigeren Preis. Das macht den Power Mac G4 867 MHz zu einem Rechner, der ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Wir empfehlen das Gerät als DTP- oder Multimedia-Arbeitsplatz, bei dem nicht überwiegend Multiprozessor-optimierte Anwendungen eingesetzt werden. Auch für den semiprofessionellen Hobby-Filmer, der seine Filme auf DVD brennen will, eignet sich dieser Mac gut. mas

:Die Testergebnisse im Detail...

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