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Erster Test: iMac mit 600 MHz

08.03.2001 | 00:00 Uhr |

Ausgerechnet zur Präsentation der flippigsten iMacs, die Apple je vorgestellt hat, erschien Steve Jobs im Anzug. Auch wenn das Flower-Power oder Blue-Dalmation-Design nicht jedermanns Sache sind, der neue iMac mit 600 Megahertz ist ein Rechner, der auch professionellen Ansprüchen genügt. Macwelt hat ihn in der aktuellen Ausgabe getestet.

Steckbrief - iMac 600

Flotter iMac mit CD-Brenner, der sich für alle Anwendungen eignet

Vorzüge

gute Ausstattung, flotte Festplatte und 3D-Grafik, schneller G3-Chip

Nachteile

gegenüber dem Vorjahresmodell zu teuer, fragwürdige Farbkombinationen

Preis

DM 3800, Euro 1942, S 27 950, sfr 3310

Wertung

gut (5 Mäuse)

Prozessor

Power PC 750 cx (G3)

Taktrate Prozessor/Systembus

600/100 MHz

Backside-Cache

256 KB L2 (600 MHz)

Arbeitsspeicher ab Werk

128 MB RAM

Grafikkarte

ATI Rage 128 Pro 4XL Ultra

Videospeicher

16 MB SDRAM

Interne Festplatte

40 GB Ultra ATA

CD-Laufwerk

CD-RW 4x/8x/24x

Technische Daten

Neue Features:
Neue Farben G3-Prozessoren mit bis 600 MHz CD-Brenner bei iMac/500 und iMac SE Größere Festplatte Mehr Videospeicher beim iMac SE Kein DVD-Laufwerk mehr Firewire und Airport-Option bei iMac/400 Mac-OS 9.1 statt Mac-OS 9.0.4

Im oberen Preisgefüge hat Apple den High-End-iMac mit 600 MHz angesiedelt. Für 3800 Mark bekommt man einen Rechner, der ordentlich ausgestattet ist und im Alltag kaum Wünsche offen lässt. Der von uns schon getestete Flower-Power-iMac bietet eine schnelle Festplatte, eine flotte Grafik, und auch der Prozessor macht in den meisten Anwendungen anständig Dampf. Damit der iMac diese Leistungen erzielt, hat Apple ihn mit einer 40-GB-Ultra-ATA-Festplatte ausgestattet, die mit guten Resultaten aufwartet. Im Macwelt-Test erreicht die iMac-Platte eine Schreibrate von rund 28 MB/s. Beim Lesen sind es noch knapp 19 MB pro Sekunde. Verglichen mit dem Vorjahresmodell, das 500 MHz hat, setzt sich Apples teuerster iMac in dieser Disziplin deutlich ab.
Mit dem neuen CD-Laufwerk ergeben sich neue Schwerpunkte. Apples Werbespruch "Power to burn" lebt auch in diesem iMac. Damit kann man fortan nicht nur CD-ROMs lesen, sondern auch CDs brennen. In der Praxis heißt dies, dass sich die beigefügte Software Disk Burner, die nun in einer deutschen Version vorliegt, zum Erstellen von CD-ROMs einsetzen lässt. Beim Brennen mit unserer Test-CD und der Software Toast erzielt der iMac mit seinem 8fach-Brenner gute Werte. Mit rund 16 Minuten fürs Brennen und Überprüfen ist er auf dem Stand der Technik. Lediglich beim Lesen von CD-Rs und CD-RWs hat das Vorgängermodell die Nase leicht vorn. Gegenüber den neuen Power Macs G4 fällt der Unterschied allerdings schon größer aus. DVDs lassen sich mit dem neuen Laufwerk nicht mehr lesen.
Bei der 2D-Grafik, die im Alltag vor allem bei Büroanwendungen und den meisten grafischen Programmen eine wichtige Rolle spielt, schneidet der Neue ebenfalls gut ab. Mit einem Macwelt-Wert von 108 Punkten liegt er vor seinem Vorgänger, aber hinter dem Titanium Powerbook G4/400 und den Power Macs. Gegenüber dem Vorjahresmodell kommt im neuen iMac die Grafikkarte ATI Rage 128 Pro 4XL Ultra zum Einsatz, die nun 16 MB Videospeicher hat. Im 3D-Bereich sieht man einen Leistungssprung bei Open-GL-Anwendungen. Hier liegt der Mac mit 800 x 600 Pixel Auflösung und einer Farbtiefe von 16 Bit mit 36,20 fps (frames per second) vor dem iMac DV/500 (31,62). Im Rave-Modus ist die neue Grafikkarte auch etwas schneller.

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