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Erster UMTS-Großauftrag für Siemens

23.10.2000 | 00:00 Uhr |

Siemens hat einen milliardenschweren Großauftrag
für die Lieferung von UMTS-Technik in Europa erhalten. Kurz nach dem
Start der UMTS-Versteigerung in Italien verkündete der Elektrokonzern
einen Rahmenvertrag mit dem italienischen Unternehmen WIND.

Wenn der drittgrößte Mobilfunkbetreiber in Italien bei der
Versteigerung eine der begehrten Lizenzen für die dritte
Mobilfunkgeneration erhalte, werde Siemens Netzwerktechnik liefern,
teilte die Siemens AG (Berlin/München) am Freitag mit. Dabei soll der
kommerziell UMTS-Start bereits im Frühjahr 2002 erfolgen.


Siemens werde nicht exklusiver Ausrüster sein. Der Vertrag werde
aber in jedem Fall ein Milliardenvolumen haben, sagte ein Sprecher.
Ende August nutzten 6,3 Millionen Kunden das WIND-Netz. An dem
Konzern sind das italienische Zulieferunternehmen Enel sowie France
Telecom beteiligt. Dem Vernehmen nach steht der Konzern auch vor
einem Vertragsabschluss mit Italiens größtem Netzbetreiber TIM.


Die Versteigerung der italienischen UMTS-Lizenzen hatte am
Donnerstag begonnen. In Deutschland brachte die UMTS-Versteigerung
fast 99 Milliarden DM in die Kassen von Bundesfinanzminister Hans
Eichel (SPD). Derzeit stehen die großen Netzwerkausrüster wie
Siemens, Nokia und Ericsson in Verhandlungen mit zahlreichen
Mobilfunkkonzernen in ganz Europa, um den Zuschlag für die
Milliardenaufträge zu bekommen. MobilCom hat bereits einen Vertrag
mit Ericsson abgeschlossen.
dpa

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