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Erster WAP-Server für Medizin

29.03.2000 | 00:00 Uhr |

Ein Pilotprojekt zum Abrufen medizinischer
Informationen via Handy hat Bundesforschungsministerin Edelgard
Bulmahn (SPD) am Dienstag in Regensburg gestartet. Mit Hilfe des
ersten deutschen Medizinservers nach der so genannten WAP-Technologie
können sich Ärzte in Zukunft überall mit ihren Mobiltelefonen
beispielsweise über die Nebenwirkungen von Medikamenten informieren.

Durch die Computerdatenbank werden Fachtexte aus dem Internet auf
die Displays der Handys geladen. Zunächst werden die Zusammensetzung
und die Beipackinformationen von Arzneien, wichtige Tabellen zur
Notfallversorgung von Kindern sowie aktuelle Medizin-Nachrichten aus
der Fachzeitschrift «Ärztezeitung» abrufbar sein. Das Angebot soll
später erweitert werden. «Ein Notarzt, der bei einem Patienten eine
angebrochene Medikamentenpackung findet, kann sich so vor Ort über
die Wirkstoffe informieren», erklärte Bulmahn den Nutzen des neuen
Servers.

Bei der WAP-Technologie (Wireless Application Protokoll) handelt
es sich um eine internationale Schnittstelle, um Handys mit dem
Internet zu verbinden. Die WAP-Daten werden im Rahmen des zwölf
Millionen Mark teuren Regensburger «MedicDAT»-Projektes aufbereitet.
Bei diesem bundesweiten Modellprojekt soll innerhalb von fünf Jahren
eine einheitliche Plattform für das gesamte elektronische verfügbare
Medizinwissen entwickelt werden.
dpa

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