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Erstmals Sammelklage gegen Microsoft in den USA zugelassen

30.08.2000 | 00:00 Uhr |

Gegen Microsoft ist in den USA erstmals eine
Sammelklage von Verbrauchern zugelassen worden, die dem
Softwarekonzern das Ausnutzen einer Monopolstellung vorwerfen. Der
zuständige Richter am Obersten Gericht von San Francisco erklärte am
Dienstagabend (Ortszeit), es handele sich «um eine große Anzahl von
Klägern, für die es um verhältnismäßig kleine Summen geht».

Unter anderem sind das Windows-Betriebssystem und Word- und Excel-
Software von der Sammelklage betroffen. Die Kläger werfen Microsoft
vor, mit überhöhten Preisen die Verbraucher zu schädigen. Einen
Termin für die Verhandlung gibt es noch nicht.

Mehrere US-Gerichte hatten Anträge auf Sammelklagen gegen
Microsoft zuvor abgelehnt. Die meisten der Klagen wurden nach dem
spektakulären Kartellrechtsspruch des Washingtoner Bezirksrichters
Thomas Penfield Jackson im April diesen Jahres eingereicht. In dem
Urteil war der Milliardär und Microsoft-Gründer Bill Gates des
Versuchs schuldig gesprochen worden, mit unfairen Mitteln
Konkurrenten aus dem Geschäft zu drängen. Jackson ordnete die
Aufspaltung des Softwareunternehmens an; Microsoft hat dagegen
Berufung eingelegt.
dpa

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