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Europäer kaufen zwölf Prozent weniger PCs

22.10.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im dritten Quartal 2001 wurden in Europa, Nahost und Afrika (Emea) 9,5 Prozent weniger Computer verkauft als noch im vergleichbaren Vorjahresquartal. In Westeuropa gingen die ausgelieferten Stückzahlen sogar um zwölf Prozent zurück. Das geht aus einer Studie des US-Marktforschungsunternehmens International Data Corp. (IDC) hervor, das einige vorläufige Zahlen vorab veröffentlichte. Compaq Computer konnte sich in der Emea-Region zwar mit einem Marktanteil von 14,5 Prozent auf dem ersten Platz halten, verlor jedoch ein Prozent an die Konkurrenz. Compaq verkaufte 15,7 Prozent weniger Rechner als noch im dritten Quartal 2000. Gegen den Strom schwamm allein Dell Computer: Der texanische PC-Hersteller verkaufte zwischen Juli und September dieses Jahres 6,6 Prozent mehr Rechner als im Vorjahreszeitraum. Dells Emea-Marktanteil wuchs von 8,9 auf 10,4 Prozent. Rang drei belegte Fujitsu Siemens Computers: Das europäische Joint Venture von Fujitsu und Siemens lieferte im dritten Quartal 23,1 Prozent weniger Rechner aus als noch im Vorjahr. Hewlett-Packards Stückzahlen gingen um 2,7 Prozent und IBMs sogar um 28,6 Prozent zurück.

Den Autoren der Studie zufolge litt der Emea-Markt besonders unter dem anhaltend zögerlichen Investitionsverhalten der Unternehmen. Allerdings interessierten sich Verbraucher und kleinere Unternehmen zunehmend für mobile Computer, deren Preise in der Vergangenheit deutlich gesunken seien. Ob die US-Terrorattacken einen größeren Einfluss auf das Kaufverhalten in der Emea-Region gehabt habe, konnten die Auguren nicht feststellen.

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