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Ex-Apple-Konstrukteure bringen Minicomputer

09.10.2003 | 11:08 Uhr |

Der neuartige Taschen-Computer 'OQO' hat einen Fehler: Er soll mit Windows XP laufen.

Applelinks-Autor Charles Moore gesteht es nicht gerne ein, aber er meint zum Taschen-PC "Ultra-Personal Computer" (UPC), den der kalifornische Hersteller OQO in der Endphase der Entwicklung hat: "I think this little box is just waaaay cool." Denn das bereits im vergangenen Jahr vorgestellte Gerät passt mit seiner - einem PDA vergleichbaren - Größe recht bequem in eine Handfläche. Der UPC verfügt nach Herstellerangaben über ein hoch auflösendes, berührungssensitives 4-Zoll-Farb-LCD. Angetrieben wird der Mini-PC von einem Strom sparenden 1 GHz Crusoe TM5800 Prozessor von Transmeta, eine 10 Gigabyte-Festplatte sowie 256 MB RAM bietet reichlich Speicherkapazität. Das Gerät unterstütze USB 1.1 und Bluetooth ebenso wie Firewire. Der Batterie betriebene Taschencomputer soll mit einem eingebauten Mikrofon auf den Markt kommen und verfüge über einen eigenen Mediaplayer, der bis zur 1000 Songs oder alternativ bis zu drei Spielfilme speichern und abspielen könne. Mit externen Vorrichtungen wie Tastatur, Maus und größerem Display verbunden verwandle sich das Zwerggerät in einen "richtigen" Desktop-PC.

Noch ist nicht klar, wann und zu welchem Preis der "Ultra-Personal Computer" tatsächlich auf den Markt kommt. Doch wenn er verspricht, was die Ankündigungen halten, wird man Mac-Autor Charles Moore nur zustimmen können. "Cool" klingt dieser neuartige Computer - irgendwo zwischen Desktop-Notebook und PDA angesiedelt - ohne Frage. Trotzdem ist ein eingefleischter Macianer wie Moore nicht wirklich glücklich darüber: Denn der Taschencomputer ist tatsächlich ein "PC" und läuft unter Windows XP Professional.
Hätten die Entwickler eine solche kleine und benutzerfreundliche Multimedia-Kiste nicht für Mac-OS X konzipieren sollen, zumal sie früher für den Mac-Hersteller arbeiteten, sinniert der bekannte Mac-Kolumnist. Man solle zwar "nie nie sagen", aber persönlich könne Moore sich trotz dieser Versuchung nicht vorstellen, der "Redmond Borg"-Anfechtung ("Widerstand ist zwecklos") zu erliegen. Ein schwerer Gewissenskonflikt für Mac-Puristen. Warten wir es ab, wie Charles Moore seinen Zwiespalt letztlich löst...

Info: And Now For Something Completely Different (Applelinks.com)

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