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Ex-CEO Sculley beklagt Innovationsflaute bei Apple

06.03.2013 | 09:54 Uhr |

Ratschläge sind auch Schläge: Apples ehemaliger CEO John Sculley hat sich erneut zu Entwicklungen und Verwicklungen bei Apple zu Wort gemeldet.

Der ehemalige Apple-CEO John Sculley beklagt in einem Interview mit dem Sender CNBC eine "Innovationsflaute" beim Mac-Hersteller. Apple benötige nun einen "kreativen Sprung nach vorne", denn gerade diese Sprünge würden das Unternehmen ausmachen. Die letzten zehn Jahre wären enorm innovativ gewesen, mit dem Durchbruch von Mobilfunktechniken oder Social Media, Firmen wie Apple, Google und Facebook hätten sich besonders hervorgetan. Nun sei aber die Zeit der "schnellen Nachahmer" angebrochen, die wie Samsung hervorstechen. Um sich zu behaupten, benötige Apple also eine neue Ära der Innovationsschübe.

Und was diese nächste Ära ausmachen werde, weiß Sculley auch schon: Sensoren. 30 Milliarden miteinander vernetzte Geräte werde es seiner Schätzung nach in der nächsten Dekade geben: "Sensoren, wie sie in Kameras haben, Dinge, die fast alles messen und erfassen können, werden im nächsten Innovationsschub besonders bedeutsam." Sculley wisse aber nicht, ob sich Apple mit diesem Thema beschäftige.

Konkretere Ratschläge hat Sculley aber für die Expansion von Apples aktuellen Produkten. Apple müsse mehr in Wachstumsmärkten präsent sein, fordert der ehemalige Chef von Apple und Pepsi: "Ungefähr die Hälfte der Smartphones weltweit gibt es in den USA. Die wahre Wachstumschance für den Smartphonemarkt besteht in Wachstumsmärkten wie China oder Indien." Dort müssen die Endverbraucherpreise mangels Subventionen von Carriern deutlich niedriger liegen als in Nordamerika und Europa, erklärt Sculley. So würden etwa in Indonesien Smartphones für 120 US-Dollar verkauft, während Apple immer noch bis zu 800 US-Dollar verlange. Samsung trete in diesen Teilen der Welt "weit aggressiver" auf.

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