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Exklusiv: Erster Blick auf Office 2001 (Teil 3)

01.09.2000 | 00:00 Uhr |

Im dritten und abschließenden Teil unseres Tests werfen wir einen Blick auf die Neuerungen im Präsentationsprogramm Powerpoint.

Vereinheitlichte Ansicht

Bisher war man beim Erstellen einer Präsentation mit Powerpoint darauf angewiesen, zwischen der Gliederung und der Folienansicht hin und her zu wechseln. Damit ist bei Powerpoint 2001 Schluss, denn in der Ansicht "Normal" sind alle Elemente für die Arbeit in einem Fenster vereint: Links die Gliederung, die sich über das Kontextmenü erweitern und reduzieren lässt, rechts die Folie, und unten ist Platz zur Eingabe der Kommentare.

Die Unterteiler des Fensters lassen sich per Maus einstellen, so dass man der Gliederung mehr oder weniger Platz zur Verfügung stellen oder die Kommentare ganz verschwinden lassen kann. Wie in Word und Excel sind als neue Elemente die Formatierungspalette und die Bibliothek hinzugekommen.

Quicktime-Unterstützung

Powerpoint 2001 unterstützt Quicktime, was man sowohl an den Grafik- und Bildformaten merkt, die sich importieren lassen, als auch an den Überblendeffekten, die man zusätzlich zu denjenigen von Powerpoint auswählen kann. In einem Fall sollte man sich sogar auf diejenigen Effekte beschränken, die Quicktime bietet. Denn speichert man eine Präsentation als Quicktime-Movie, was nun ebenfalls funktioniert, gehen die Powerpoint-Überblendungen verloren und werden durch solche von Quicktime ersetzt. Man hat also mehr Kontrolle, wenn man von Anfang an Quicktime-Effekte einsetzt.

Leider versteht sich die Exportfunktion zu Quicktime im Betatest nicht auf die Powerpoint-Animationen und Töne, selbst wenn das Ankreuzfeld "Show Animations" aktiviert ist. Was übrig bleibt sind statische Folien, die als normales Quicktime-Movie nacheinander ablaufen.

Web-Export

Hinter den Kulissen hat sich die HTML-Exportfunktion ebenfalls geändert, leider nicht in allen Fällen zum Besseren. Im Browser-Fenster lassen sich wie im Fenster von Powerpoint 2001 sowohl die Folie als auch die Gliederung und der Kommentar anzeigen, jeweils mit der Option, sie auszublenden oder in den Vollbildmodus umzuschalten. Andererseits gibt es bei manchen Folien eine Überlagerung der Texte, solange man nicht im Vollbildmodus ist. Hier haben die Entwickler bis zum endgültigen Erscheinungstermin von Office 2001 noch etwas Arbeit zu erledigen.

Da sich am Dateiformat nichts geändert hat, kann man auch Präsentationen, die man mit Powerpoint 2001 erstellt hat, mit der Vorgängerversion öffnen und abspielen. Nur die Quicktime-Überblendeffekte gehen verloren.

Fazit

Office 2001 bietet durch die Ergänzung mit Entourage eine Funktionsfülle an, mit der sich fast jegliche Büroarbeit erledigen lässt. Diese Funktionsvielfalt will aber auch bedient sein, und an manchen Stellen gibt es deshalb jetzt Erleichterungen. So stellt die Formatierungspalette die gerade notwendigen und wichtigen Befehle zur Verfügung und macht etliche Ausflüge ins Menü überflüssig; und mit Hilfe des Listenmanagers in Excel kann man seine Daten einfacher sortieren und auswerten.

Wer bisher schon mit Office 98 arbeitet, muss sich nicht viel umstellen, da das Meiste wie bisher funktioniert, nur die Oberfläche ist nun noch Mac-freundlicher als bisher. Für Neueinsteiger ist die Lernkuve aber weiterhin steil.

Thomas Armbrüster

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