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Experte: Fingerabdrucksensor bringt auch Nachteile

11.09.2013 | 10:26 Uhr |

Apple baut in sein neues iPhone einen Fingerabdrucksensor ein. Ein Sicherheitsexperte beurteilt diese Technologie kritisch.

Der Sicherheitsexperte Marc Rogers vom Antivirentool-Entwickler Lookout betrachtet einen Fingerabdrucksensor im iPhone 5S kritisch. Einerseits bietet der Scanner mehr Messpunkte und damit mehr Sicherheit als eine vierstellige PIN. Außerdem kann man den Schlüssel nie zu Hause vergessen und der Scanner ist sehr einfach zu nutzen. Doch ist es bereits möglich, Fingerabdrücke zu duplizieren - und die Technik dafür werde immer besser, betont Rogers. Zwar sei man als Privatperson davon noch nicht unbedingt betroffen, doch für den Einsatz in Hochsicherheitsszenarien stelle der Fingerabdruck alleine keine sichere Lösung dar. Des weiteren hängt die Sicherheit beim Scanner stark von der Hardware ab: Wie viele Messpunkte erfasst der Fingerabdruckscanner? Je mehr, desto besser.

Zu guter Letzt erwartet der Sicherheitsexperte eine Zunahme von Gewalt bei Smartphone-Diebstählen. Denn die Diebe könnten ihre Opfer zu einem Fingerabdruck zwingen. Ob - wie in diversen Hollywood-Filmen thematisiert - der Dieb in Zukunft zum Messer greift und den Finger gar abschneiden wird, sagt Rogers nicht. Im Science-Fiction-Film "Minority Report" verschafft sich Tom Cruise Zugang in einen verschlossenen Raum mittels eines entnommenen Auges, das er vor den Iris-Scanner hält. Zumindest einige Diebe dürfte ein deutlich höheres Strafmaß im Falle einer Festnahme abschrecken. Und wohl nicht alle sind derart gewaltbereit. Trotzdem sollte man das Thema in diesem Zusammenhang nicht auf die leichte Schulter nehmen. Abschließend betrachtet Rogers den Fingerabdrucksensor nur als zusätzliche Stufe, nicht als alleinigen Schutzfaktor.

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