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Experten begrüßen Yahoo-Musicmatch-Deal

15.09.2004 | 12:43 Uhr |

Hamburg - Die Übernahme des Musik-Service-Anbieters Musicmatch durch Yahoo! wird von Branchenbeobachtern und Analysten weitgehend positiv bewertet. "Es ist ein gutes Geschäft für beide", sagte David Card, Analyst beim Marktforschungsinstitut Jupiter Research, am Mittwoch in New York.

"Musicmatch ist eine gute Firma mit einer nur geringen Gefahr, in der Menge zu verschwinden." Am Dienstag hatte Yahoo! angekündigt, Musicmatch für 160 Millionen Dollar (131 Mio Euro) zu übernehmen. Der Internet-Portalbetreiber reiht sich mit diesem Schritt ein in die Gruppe von Online-Musikanbietern im zunehmend lukrativen Markt.

Der Service von Musicmatch erlaubt es, Musikstücke für je 99 Cent herunterzuladen, Songs von eigenen CDs auf dem Rechner zu speichern und die Musik auf CD zu brennen oder auf einen mobilen Player zu übertragen. Bislang hatte Yahoo! mit seinem "Launch"-Service keine Musikstücke zum Herunterladen angeboten und verwies statt dessen auf den Napster-Dienst des Software-Herstellers Roxio. Musicmatch hatte zuletzt nach Angaben von Unternehmenssprecher Jason Klein rund 1,5 Millionen Songs im Monat verkauft. Das sei ein Fünftel der Verkäufe von Apples iTunes. Nach eigenen Angaben hat Apple seit dem Start von iTunes im April 2003 mehr als 125 Millionen Songs verkauft.

Damals hatte der Computerhersteller Apple mit seinem Musik-Dienst iTunes die Branche weitgehend überrascht. Apple-Chef Steve Jobs gelang es, die Musikindustrie von der Kooperation zu überzeugen und erstmals ein attraktives und legales Angebot zum Herunterladen von Musikstücken aus dem Internet ins Netz zu stellen, das aus dem Stand erfolgreich bei den Kunden ankam. Inzwischen hält das Unternehmen mehr als 70 Prozent Marktanteile in dem Geschäft.

Nach Schätzungen von Jupiter Research wird der Online-Musikmarkt von heute 270 Millionen Dollar bis zum Jahr 2009 auf insgesamt 1,7 Milliarden Dollar ansteigen. Seit Anfang September hat sich zu den Herausforderern Sony und RealNetworks auch der Softwareriese Microsoft gesellt.

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