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Angeblicher Hackerangriff auf das US-Justizministerium: 200 GB Daten erbeutet

09.02.2016 | 17:11 Uhr |

Erst im vergangenen Jahr machte ein Hackerangriff auf die Behörde Office of Personnel Management Schlagzeilen. Ersten Berichten zufolge hatte ein Hacker es nun auf das US-Justizministerium abgesehen und hunderte Gigabyte an Daten heruntergeladen.

Bei einem Hackerangriff auf die Datenbank des US-amerikanischen Justizministeriums (Departement of Justice, DoJ) sollen insgesamt rund 200 GB an Daten heruntergeladen worden sein. Darunter befinden sich „Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und andere Informationen von rund 20.000 FBI- und 9.000 Homeland-Security-Mitarbeitern“, berichtet Motherboard.

Der Hacker soll sich demnach über das E-Mail-Konto eines Mitarbeiters Zugang zu der Datenbank verschafft und anschließend versucht haben, sich bei einem Webportal des Ministeriums anzumelden. Den für die Anmeldung notwendigen Token-Code „habe er nach einem Anruf bei der zuständigen Abteilung des Ministeriums erhalten“, woraufhin er sich einloggen konnte und auch Zugriff auf den Computer des Besitzers des gehackten E-Mail-Kontos hatte.

Hacker veröffentlichen Daten von 2.500 FBI-Mitarbeitern

„Ich hatte Zugang, konnte aber nicht das gesamte Terabyte nehmen“, sagte der Hacker. Dieser hatte somit unter anderem auch Zugang zu dem lokalen Intranet des Justizministeriums. So soll er aber Informationen über Dateien mit militärischem Hintergrund, sowie Kreditkartendaten einsehen können. Der Hacker stellte anschließend eine Liste mit Kontaktdaten von Mitarbeitern verschiedener Sicherheitsbehörden dem Blog Motherboard zur Verfügung, woraufhin der Hackerangriff überhaupt erst aufgeflogen sein soll. Darüber hinaus will der Hacker einen Teil der Informationen zu einem unbekannten Zeitpunkt im Internet veröffentlichen. Jedoch soll über ein pro-palästinensisches Twitter-Konto bereits „eine Liste mit Details von 9000 Heimatschutzmitarbeitern sowie Screenshots des gehackten Computers“ publik gemacht worden sein.

„Wir prüfen Berichte über die angebliche Veröffentlichung von Kontaktinformationen von Mitarbeitern des Department of Homeland Security“, erklärte ein Sprecher des Heimatschutzministeriums mit. „Wir nehmen diese Berichte sehr ernst, allerdings gibt es derzeit keine Hinweise auf einen Diebstahl vertraulicher oder persönlicher Informationen.“

 

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