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FBI: Russische Hacker stehlen 1,2 Mrd. Daten

26.11.2015 | 12:57 Uhr |

Immer wieder hört man von Hackangriffen, doch meistens ist man selbst nie davon betroffen. Bei einem Hack aus dem vergangenen Jahr, bei dem rund 1,2 Milliarden persönliche Daten gestohlen wurden, könnte dies aber durchaus der Fall sein. Jetzt hat das FBI erste Hinweise auf die Täter.

Nach einem der größten Hackerangriffe im letzten Jahr, bei dem um die 1,2 Milliarden Email-Adressen und weitere Daten gestohlen wurden, hat das FBI nun erste Hinweise auf die Verantwortlichen. Laut BBC nennt sich der Hacker „Mr. Grey“, ob dahinter jedoch ein Einzeltäter oder mehrere Personen stecken, ist bisher noch unbekannt. Nach jetzigem Kenntnisstand führen erste Spuren nach Russland. Zudem seien die Anmeldedaten für Facebook und Twitter Accounts online bereits zum Verkauf angeboten worden.
 
Im letzten Jahr hat die amerikanische Cyber Security Firma Hold Security den Diebstahl der Anmeldedaten und von rund 500 Millionen Email Adressen gemeldet. Demnach soll ein russischer Verbrecherring namens CyberVor (Cyber-Dieb im Russischen) mehr als 420.000 Websites gehackt haben. Im August verkündigte die Firma: „So weit wir wissen, konzentrieren sich die Hacker darauf, Anmeldedaten zu stehlen, um schließlich im Besitz der größten Ansammlung von gestohlenen persönlichen Daten zu sein: über 1,2 Milliarden E-Mail-Adressen und Passwörter.“ Anschließend richtete Hold Security einen Service ein, an den sich besorgte Nutzer wenden und informieren können – für 120 US-Dollar im Monat.
 
Noch ist die Identität der Täter von CyberVor nicht bekannt, die Methode der Hacker dagegen schon. Mit Hilfe von Botnets – große Netzwerke von Computern, die miteinander vernetzt sind – sollen sich die Täter Zugang zu den Daten verschafft haben, sagt Dave Paler, Direktor an der Security Firma Darktrace.
 
„Interessant hieran ist, dass Botnets normalerweise ihre massive Größe dafür nutzen, ein individuelles Ziel anzugreifen – wie beispielsweise die Videospiel-Konsolen letztes Jahr zu Weihnachten. Stattdessen wurde es als eine Art extrem großer Scanner genutzt, um alle Websites im Netz auf Schwächen zu scannen.“
 
Palmer behauptete außerdem, dass die Angreifbarkeit bei Computern und Websites für solche Botnets vermeidbar seien. „Trotzdem erwischen uns diese Attacken immer wieder.“

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