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FBI gibt Entwicklung von Spionagevirus zu

14.12.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Was seit einiger Zeit gemunkelt wurde, ist nun amtlich: Am gestrigen Mittwoch hat die US-Bundespolizei FBI (Federal Bureau of Investigation) offiziell bestätigt, eine Keystroke-Logger-Software zu entwickeln, die für den PC-Anwender unsichtbar dessen Tastenanschläge am Computer samt Passwörtern aufzeichnen kann. Die mit dem Codenamen "Magic Lantern" versehende Technologie kann wie ein Computervirus per E-Mail bei den Anwendern eingeschleust werden und soll zur Überwachung verdächtiger Personen dienen. Nähere Einzelheiten zu der umstrittenen Spionagetechnik wollte FBI-Sprecher Paul Bresson nicht nennen, da sie sich noch in der Entwicklung befinde. Nur so viel sagte er: "Es ist ein Werkraumprojekt", das noch nicht angewendet wurde.
Vor kurzem hatten die Hersteller von Antivirenprogrammen erklärt, in ihren Produkten kein Schlupfloch offen zu lassen, über das US-Behörden ein Kontrollvirus zur Überwachung verdächtiger Personen einschleusen können. Namhafte Antivirenhersteller wie Symantec, Network Associates, Trend Micro und Sophos sind eigenen Angaben zufolge nicht gewillt, ihre Produkte so zu modifizieren, dass dieses Virus sein Werk verrichten kann (Computerwoche online berichtete). (ka)

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