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FT: iPod-Story als Musterbeispiel für Eroberung eines Marktes

05.09.2006 | 11:45 Uhr |

Mit der Kombination aus iPod und iTunes Music Stores liefert Apple ein Fallbeispiel für Lehrbücher, wie ein Unternehmen einen Markt aufrollen und seine Position gegenüber der Konkurrenz festigen kann, schreibt die Financial Times (FT). Auch wenn sich die Kontrahenten nun vermehrt rüsten, vom Thron stoßen werde sie Apple kaum.

iPod 5G - Video - Lineup
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"Apple bleibt der Leitwolf"

Mehr als drei Jahre besitzt Steve Jobs nun den "Schlüssel zum Königreich der Musikindustrie" und hat damit alles richtig gemacht, schreibt die Financial Times. So habe Apple nach der Einführung von iPod und iTunes den Markt durch günstigere Geräte nach unten hin erschlossen und gleichzeitig durch Video-Angebote ausgebaut, lobt der Artikel. Mit Marketing-Kampagnen sei es Apple zudem gelungen, den iPod zu einem "Fetisch" der Zeit zu machen. Schließlich habe der iPod- und iTunes-Entwickler die beide Produkte perfekt aufeinander abgestimmt. Zwar stünden mit Firmen wie Universal und Microsoft starke Konkurrenten bereit, um Apple Marktanteile abzujagen, doch vom Thron stoßen werden die kommenden Kontrahenten den iPod-Hersteller wohl kaum, meint die FT. Die Erfahrung zeigt, dass Führern von Technologien, einmal etabliert, kaum beizukommen ist. Erst durch Grundlegende Veränderungen in der Technik, würden die Giganten schließlich zu Fall kommen. Als Beispiel nennt die Zeitung Sony und den verschlafenen Wechsel vom Walkman-Erfinder zum nun chancenlosen iPod-Konkurrenten. Apples starke Marktposition ergibt sich vor allem aus der liegt vor allem aus der gelungenen Kombination von iPod und iTunes. damit besetze die Firma beide Bereiche, Hardware und digitale Inhalte. Diese Festung sei für die kommenden Angreifer nur schwer zu erobern. Kleinere Veränderungen, etwa kostenlose werbefinanzierte Download-Angebote werden ein Nischendasein führen, sagt die Financial Times voraus, und auf Rivalen wie die Hersteller von Mobiltelefonen mit MP3-Funktion könnte Apple mit eignen Produkten reagieren. "So lange die weißen Kopfhörer ihren Reiz behalten und Steve Jobs keinen Fehltritt macht, sollte Apple keine Probleme als Leitwolf haben", urteilt das Blatt.

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