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Entwickler reagieren auf FTC-Untersuchung zu In-App-Käufen

28.02.2011 | 07:06 Uhr |

Vorsorglich haben einige Spielehersteller bereits ihre Preise gesenkt und weitere Warnungen eingebaut, dass virtuelle Waren echtes Geld kosten. Aber alle sind sich einig, dass Apple auch für den Schaden verantwortlich ist und die Sicherheitsmaßnahmen unter iOS verstärken muss.

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Die Entwickler von Spielen für Kinder unter iOS haben angekündigt, künftig die In-App-Käufe sicherer zu gestalten. Anschlag gaben laute Beschwerden von Anwendern , deren Kinder auf iPad oder iPhones Rechnungen von bis zu 1400 US-Dollar erzeugten, wie im Fall einer Achtjährigen, die in Winterferien sich von der großen Schwester das Passwort besorgte und in ihrem Schlumpfdorf-Spiel von Capcon Mobile teure virtuelle Dekorationen für echtes Geld erwarb. Zwar können für jedes Spiel in den Einstellungen In-App-Käufe deaktiviert werden, aber vielen Eltern ist das zu kompliziert oder sie versäumen dies.

Bereits bevor der daraufhin eingeleitetet Untersuchung der US-Handelsbehörde fügte Capcon Mobile in seinem Spiel die Warnungen hinzu, dass die In-App-Käufe keineswegs nur zum Spiel gehören, sondern das iTunes-Konto des Besitzers belasten werden. In einer Stellungsnahme gegenüber der Macworld verspricht Capcon Mobiles Pressesprecher Mike Larson die volle Unterstützung der Untersuchung und fügt hinzu, dass die Firma seit über 25 Jahre im Videogame-Geschäft ist und diese Zwischenfälle und Klagen sehr bedauert.

Auch Recharge Studios , ein weiterer Spielehersteller, baut zusätzliche Hürden für In-App-Einkäufe ein, senkte dafür die Preise und vereinfachte seine Rückerstattungs-Richtlinien. Hayden Creque, der Rechtsberater der Firma, erwartet, dass die Ergebnisse der FTC-Untersuchung genau diese Maßnahmen empfehlen wird und fügt hinzu, dass zufriedenen Kunden letztendlich im Interesse jedes Spieleherstellers sind.

Gleichzeitig fordern beide Firmen, dass auch Apple für unbeabsichtigte In-App-Käufe Verantwortung übernimmt und seine Sicherheits-Kriterien überarbeitet. Nach Eingabe des Passwortes zum Einkauf bleibt dieses für 15 Minuten aktiviert und kann nicht von der App kontrolliert oder verkürzt werden. Larson empfiehlt daher den Anwendern, Rückerstattungen direkt von Apple zu fordern. Auch Adrian Kaplan, der Vizepräsident des Spieleherstellers Pocket Gems stimmt dem zu, ruft aber auch den Endanwender zum Nutzen der Sperren in den iPhone-Einstellungen auf. Recharge Studios schlägt vor, dass Apple für jeden einzelnen Einkauf die Passwort-Eingabe erneut anfordert.

Trudy Muller, eine Pressesprecherin von Apple , hat eine direkte Stellungsnahme zur FTC-Untersuchung gegenüber der Presse abgelehnt, weist aber daraufhin, dass neben der Wahl eines sicheren Passwortes und dem Sperren der In-App-Käufe der Anwender auch Kauf und Laden von Apps blockieren kann, um den Zugriff der Kinder zu kontrollieren und beschränken.

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