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"FTD": Kabelverkauf der Telekom unsicher geworden

25.05.2001 | 00:00 Uhr |

Der geplante Mehrheitsverkauf der restlichen
Kabelgesellschaften der Telekom an ein britisch-amerikanisches
Konsortium könnte möglicherweise platzen. Wie die «Financial Times
Deutschland» in ihrer Freitagausgabe berichtete, soll die Liberty
Media/Klesh umfassende Nachverhandlungen fordern. Scheitert das
Geschäft, würden der Telekom Erlöse in Höhe von fünf Milliarden Euro
(9,8 Mrd DM) entgehen, die der Konzern dringend zum Schuldenabbau
benötige.

Ein Sprecher der Telekom lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht
ab. Im Februar sei mit Liberty Media/Klesh eine Absichtserklärung
über den Verkauf von 55 Prozent der Anteile an sechs regionalen TV-
Kabelfirmen der Telekom unterzeichnet worden. Darüber werde
gegenwärtig verhandelt, betonte er. Im vergangene Jahr hatte die
Telekom ihre Kabelgesellschaften in Nordrhein-Westfalen, Hessen und
Baden-Württemberg verkauft.

Liberty Media/Klesh und Telekom würden vor allem über die
Zahlungsmodalitäten und -fristen streiten, schrieb das Hamburger
Wirtschaftsblatt weiter. Ziel des Käufers sei es dabei, den Preis
durch eine Umschichtung der Zinslasten zu drücken. Die Telekom sei in
keiner guten Position: Da das Kabelgeschäft am Boden liege, finde sie
keinen Käufer, der einen akzeptablen Preis biete.
dpa

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